Reine Helfertätigkeiten werden immer seltener

Ferienjobs für Schüler und Studenten nicht leicht zu finden

Waldeck-Frankenberg. Viele Schüler und Studenten wollen in den Sommerferien, die in Hessen am 25. Juni beginnen, nicht nur Urlaub machen, sondern auch arbeiten und eigenes Geld verdienen. Doch einen Ferienjob zu finden, ist gar nicht so einfach.

Die Agentur für Arbeit kann bei dieser Suche nicht helfen, da sie keine Ferienjobs vermittelt. Auch viele Firmen schreiben ihre Stellen für Ferienarbeiter nicht aus, was die Suche erschwert. Oft wissen Freunde und Bekannte, wo es Stellen geben könnte. Bei Interesse sollte man direkt bei der Firma anrufen und sich so darüber informieren, ob es Stellen gibt und wie man sich bewerben kann.

Die Homepage der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg könnte ebenfalls bei der Suche hilfreich sein. Unter www.khkb.de gibt es eine Liste mit den Mitgliedsbetrieben der Innung Waldeck-Frankenberg. Dort sind neben den Kontaktdaten auch bei einigen Betrieben Ferienjobs zu finden.

Wie Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishanderwerkerschaft Waldeck-Frankenberg erklärt, ist die Personallage in der Ferienzeit beim Handwerk, das vom Augenoptiker bis zum Zimmermann reicht, unterschiedlich. „Generell ist in den Bau- und Ausbauberufen die Auftragslage derzeit so gut, dass jede helfende Hand gebraucht werden könnte. Andererseits sind reine Helferjobs immer seltener und im Handwerk auf dem Rückzug.“

Damit sich für die Betriebe die Einarbeitung lohnt, empfiehlt er eine Arbeitszeit von mindestens drei Wochen. Vorher kann sich auch ein Praktikum in einem Betrieb lohnen, denn „80 Prozent aller Berufsbildungsverhältnisse im Handwerk kommen über ein Prakikum. Wir empfehlen unseren Betrieben, guten Praktikanten Ferienjobs anzubieten und so geeigneten Jugendlichen frühzeitig ein Ausbildungsangebot zu machen“, sagt Brühl. 

Von Evelyn Paul

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