Redewendung vom 16. Juli 2011

Fersengeld geben

- (resa) Seit rund 800 Jahren sprechen die Menschen von „Fersengeld geben“. Was sie damit meinen, ist klar: Gibt einer Fersengeld, macht er sich aus dem Staub.

Die Herkunft dieser Redewendung allerdings wird wieder mal diskutiert. Denkbar ist etwa diese Geschichte: Nach einem alemannischen Rechtsbrauch musste ein Krieger, der die Kameraden im Kampf allein zurückließ, Strafgeld zahlen – weil er dem Feind „nur noch die Fersen gezeigt hatte“. So erklärt es Karl Friedrich Wilhelm Wander im Deutschen Sprichwörter-Lexikon. Eine andere Entstehungsgeschichte könnte mit dem ältesten deutschen Rechtsbuch erklärt werden, dem Sachsenspiegel. Dort wurde verordnet: Verließ eine slawische Frau ihren Mann, musste sie „versne pennige“ bezahlen. Was wie Fersenpfennige klingt, meinte die Bezahlung mit Vieh – Färse wie Rind. Dennoch könnte sich die Redewendung von dort aus einen Weg in den Volksmund gesucht haben.

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