Gebrauchtwagenhandel mit Lackiererei im Frankenberger Gewerbegebiet niedergebrannt

„Es war ein einziger Feuerball“

Nach dem Großbrand: Dieses Auto ist wie mehrere andere komplett zerstört, Trümmer vom Dach liegen neben und auf dem Fahrzeug.  Foto: Daum

Frankenberg. Ein Gebrauchtwagenhandel und eine direkt angrenzende Lackiererei in der Siegener Straße 32 in Frankenberg sind in der Nacht von Montag auf Dienstag abgebrannt.

Nach Angaben der Feuerwehr wurden dabei auch fast 20 Autos, ein Gabelstapler und ein Sattelauflieger durch das Feuer und die Hitze beschädigt oder komplett zerstört. Die Fahrzeuge befanden sich in der völlig ausgebrannten Halle und auf dem Gelände davor. Bei dem Löscheinsatz verletzte sich eine Feuerwehrfrau leicht, weitere Menschen kamen bei dem Feuer nach bisherigen Erkenntnissen nicht zu Schaden. Laut Schätzungen der Polizei beläuft sich der Schaden auf mehrere Hunderttausend Euro. Die Brandursache ist noch ungeklärt, die Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen.

Der nächtliche Einsatz hatte am Dienstagmorgen um 0.40 Uhr begonnen. Gegenüber unserer Zeitung sagte Stadtbrandinspektor Martin Trost, dass zunächst von brennendem Sperrmüll die Rede war. „So lautete der Einsatzbefehl. Es sind dann sieben Feuerwehrleute mit einem Hilfeleistungsfahrzeug ausgerückt. Als sie aber die brennende Halle sahen, haben sie natürlich weitere Einsatzkräfte nachalarmiert, die dann auch sofort zur Einsatzstelle kamen.“

Insgesamt waren bei dem Brand rund 70 Feuerwehrleute aus Frankenberg, Röddenau, Schreufa und Rodenbach sowie mehrere Rettungskräfte und die Polizei im Einsatz. Später folgten Feuerwehrleute aus Korbach mit zusätzlichen Atemluftflaschen. Die Einsatzkräfte gingen nach Auskunft von Martin Trost von mehreren Seiten unter Atemschutz gegen die Flammen vor, teilweise unter Einsatz von Schwerschaum. Rettungskräfte standen zur Brandstellenabsicherung in Bereitschaft.

„Wenn man von der Siegener Straße auf das Gebäude geschaut hat, konnte man sofort erkennen, dass das Feuer im linken Teil entstanden war. Dort brannten auch mehrere Autos sowie ein Sattelauflieger“, berichtet ein Feuerwehrmann gegenüber unserer Zeitung. Innerhalb kürzester Zeit hätten sich die Flammen dann weiter durch das Gebäude und durch das Dach gefressen. „Für uns Feuerwehrleute war es nicht möglich, von innen zu löschen. Alles stand in Flammen, es war ein einziger Feuerball.“

Über Rundfunkdurchsagen forderte die Polizei die Bewohner Frankenbergs auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten – der starke Nebel ließ den vom Brandherd ausgehenden Rauch nicht nach oben abziehen. (dau/r)

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