Wald- und Flächenbrände lassen Kameraden in Waldeck-Frankenberg häufiger ausrücken

Feuerwehren: Schon jetzt deutlich mehr Einsätze

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Waldeck-Frankenberg. Die Feuerwehren in Waldeck-Frankenberg sind wegen der anhaltenden Hitze und der dadurch verstärkt aufkommenden Wald- und Flächenbrände im Dauereinsatz. Schon jetzt ist die Zahl der Einsätze fast dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum der zurückliegenden Jahre (siehe Hintergrund).

„Ich persönlich habe eine solche Einsatzdichte bei Wald- und Flächenbränden bisher noch nicht erlebt“, sagt der Edertaler Gemeindebrandinspektor Dirk Rübsam. „Die Kameraden haben derzeit viel zu tun. Wir sind froh, dass dies reibungslos funktioniert. Das ist eine enorme Leistung der Feuerwehrleute.“

Rübsam lobt in diesem Zusammenhang auch das Engagement vieler Landwirte, die die Feuerwehren druch die Bereitstellung von Löschwasser in Gülletanks massiv unterstützen. „Gerade in abgelegenen Gebieten sind der Aufbau und die Aufrechterhaltung einer funktionierenden Wasserversorgung schwer. Da helfen uns die Landwirte momentan sehr. Gewöhnliche Tanklöschfahrzeuge fassen gerade einmal bis zu 3000 Liter Wasser. In einen Gülletank gehen dagegen rund 11 000 Liter Löschwasser“, so Rübsam.

Trotz der gestiegenen Einsätze sind die Feuerwehren in Waldeck-Frankenberg gut aufgestellt – darauf weist Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick auf Anfrage unserer Zeitung hin.

„Die Ausrüstung ist materiell und personell das ganze Jahr über gleich. Damit können alle in Waldeck-Frankenberg zu erwartenden Einsätze beherrscht werden. Bei besonderen Einsätzen werden gegebenenfalls Spezialkräfte wie Hubschrauber mit Löschwasseraußenbehälter angefordert.“

Die Feuerwehrleute seien aktuell besonders sensibel. „Jeder weiß, dass im Moment jede Hand gebraucht wird. Die Motivation ist entsprechend hoch“, betont Gerhard Biederbick.

Hintergrund: 

Die Zahl der Feuerwehr-Einsätze bei Wald- und Flächenbränden liegt aktuell bei 56 (Stand 1. August 2018). Damit ist sie fast dreimal so hoch wie im Vergleichszeitraum der vergangenen Jahre. 2016 waren die Feuerwehrleute in den ersten sieben Monaten des Jahres „nur“ 17 Mal zu Wald- und Feldbränden ausgerückt. 2017 waren es bis zum 1. August 19 Einsätze gewesen. Auffällig ist zudem die hohe Zahl der Einsätze in den letzten beiden Wochen. Nach Auskunft des Kreisbrandinspektors Gerhard Biederbick rückten die Feuerwehrleute in diesem Zeitraum 21 Mal zu Wald- und Flächenbränden in Waldeck-Frankenberg aus. Dass diese Art der Bekämpfung aufgrund der aktuellen Situation noch stärker geübt wird, verneint Biederbick. „Waldbrandbekämpfung gehört jedes Jahr zu den allgemeinen Ausbildungsthemen.“ (dau)

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