Einzelne Schulungen nach Corona-bedingter Pause

Feuerwehren in Waldeck-Frankenberg beginnen wieder mit Ausbildungsbetrieb

Feuerwehr Korbach darf nach Pause wegen Coronakrise den Ausbildungsbetrieb wieder aufnehmen. Hier von links Stadtbrandinspektor Carsten Vahland, Bürgermeister Klaus Friedrich und Friedhelm Schmidt vom Eigenbetrieb, beim Stützpunkt
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Mit neuem Hygienekonzept geht es weiter: Die Feuerwehr Korbach darf nach wochenlanger Pause wegen der Corona-Krise den Ausbildungsbetrieb wieder aufnehmen. Hier von links: Stadtbrandinspektor Carsten Vahland, Bürgermeister Klaus Friedrich und Friedhelm Schmidt beim Stützpunkt in der Kreisstadt.

Erleichterung bei hunderten von freiwilligen Feuerwehrleuten im Landkreis: Sie dürfen seit dieser Woche wieder ausbilden und an Lehrgängen teilnehmen.

Der Ausbildungsbetrieb war Mitte März aufgrund der Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie komplett eingestellt worden.

Jetzt dürfen sich einzelne Gruppen unter neuen Vorgaben treffen. Für die Feuerwehren gelten Abstands- und Hygieneregeln, die beispielsweise auch in Schulen gelten, erklärt der Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick. Mehrtägige Lehrgänge sind noch nicht erlaubt. Zudem müssen die Ortsteilwehren unter sich bleiben. Je nach Situation müssten Gefahren analysiert werden, das heißt, wo Feuerwehrleute in engem Kontakt nebeneinander tätig sind, müssen sie einen Mund-Nasen-Schutz tragen – beispielsweise beim Bedienen von Feuerlöschpumpen.

Schulungen notwendig, um einsatzbereit zu bleiben

Die nordhessischen Landkreise hätten eine gemeinsame Empfehlung an die Wehren herausgegeben. „Es war höchste Zeit, dass jetzt wieder ausgebildet werden darf“, sagt Biederbick. Regelmäßige Schulungen seien notwendig, um einsatzbereit bleiben zu können. Eine gewisse Zeit könne ohne Fortbildungen und Übungen zwar überbrückt werden, doch zum Beispiel Maschinisten müssten kontinuierlich üben, um ihre anspruchsvollen Aufgaben im Ernstfall souverän bewältigen zu können.

Es sei im Sinne der Sicherheit der Allgemeinheit, dass der Ausbildungsbetrieb nun fortgesetzt werde, betont Carsten Vahland, Stadtbrandinspektor in der Kreisstadt Korbach. Die Einsatzkräfte in der Stadt und den Ortsteilen hätten bereits ein hohes Ausbildungsniveau erreicht, und dieses Niveau sei auch während der langen Übungs-Pause erhalten geblieben. Die „Vollbremsung“ im Ausbildungsbereich sei nötig gewesen, um die Ehrenamtlichen zu schützen. „Die Feuerwehr ist eine der wichtigsten systemrelevanten Gruppen“, betont Vahland.

Den Nachwuchs im Blick

Umso bedeutender sei es nun, besonders den Nachwuchs im Blick zu haben. „Jetzt können auch wieder Jüngere ausgebildet werden, die noch nicht so viel Erfahrung haben.“

Für die Jugendfeuerwehren und Kinder-Gruppen werde es demnächst auch ähnliche Regeln geben.

Wie gewohnt einsatzbereit

Während der Ausbildungsbetrieb der Feuerwehren im Landkreis zweieinhalb Monate komplett stillstand, rückten die Wehren wie gewohnt zu Einsätzen aus. So sind die Ehrenamtlichen auch in den vergangenen Wochen, ob Tag oder Nacht, im Einsatz gewesen, um Brände zu löschen, technische Hilfe zu leisten und Menschenleben zu retten. „Es gab keine Abstriche in puncto Sicherheit“, sagt Carsten Vahland für die Korbacher Feuerwehren.

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