Mehr Kosten für Personal im Gesundheitsamt und für Infektionsschutzmittel

Finanzen und Schule im Fokus: Das sind Corona-Folgen im Landkreis

Die Folgen der Corona-Pandemie auf Finanzen, Schule und Bildung in Waldeck-Frankenberg hat die Kreisverwaltung auf Anfrage der Kreistagsfraktionen der Freien Wähler und der CDU zusammengefasst – soweit sich diese bereits abschätzen lassen.

Waldeck-Frankenberg – So ist der Personalaufwand für den Fachdienst Gesundheit gestiegen. Mit Stand 31. Juli fielen dafür Mehrkosten von rund 19 000 Euro an. Weil es zeitlich befristete Umbesetzungen von Mitarbeitern gab, hätten noch höhere Kosten vermieden werden können. Je nachdem, wie sich die Pandemie entwickle, würden „in diesem Kontext weitere Aufwendungen erwartet, deren Höhe nicht seriös eingeschätzt werden kann“, geht aus der Antwort auf die CDU-Anfrage hervor.

Bis Ende Juli habe es zudem einen corona-bedingten zusätzlichen Aufwand beim Kauf von Infektionsschutzmittel und bei Mitteln zur Reinigung gegeben. Etwa 115 000 Euro macht dies aus. Bis zum Jahresende rechnet der Landkreis mit weiteren Kosten in diesem Bereich.

Situation bei Delta "deutlich entspannt"

Nach einer Hochrechnung des Kreiskrankenhauses in Frankenberg wird mit einem Verlust von einer Million Euro in diesem Jahr geplant. Mit dieser Summe war auch bereits vor Corona gerechnet worden. Zudem habe sich die finanzielle Situation bei Delta Waldeck-Frankenberg „deutlich entspannt“, auf die Touristikservice GmbH und die Wirtschaftsförderung GmbH habe die Pandemie keine Auswirkungen, ebenso wenig auf den Eigenbetrieb Abfallwirtschaft. Um die Folgen für Wirtschaft und Handwerk im Kreis abzumildern, solle bei den geplanten Investitionen nicht gespart werden, sie werden umgesetzt.

Mit welcher Hardware der Unterricht in den vergangenen Monaten sichergestellt worden sei, wollten die Freien Wähler in ihrer Großen Anfrage unter anderem wissen. An den Schulen im Landkreis gibt es laut Verwaltung knapp 3400 PC-Arbeitsplätze für Schüler und gut 1400 Notebooks. Hinzu kommen würden rund 250 während des Lockdowns von Firmen und Privatpersonen gespendete Laptops und Tablets.

1400 Tablets für Schüler

Außerdem gebe es aus einem Sofortprogramm aus Bundesmitteln weitere mehr als 1400 Tablets, die mit Beginn des Schuljahres 2020/21 zur Verfügung gestellt worden seien. In Summe, so die Verwaltung des Landkreises, würden damit dann gut 7000 Geräte wie PCs, Laptops und Tablets für Schüler zur Verfügung stehen. Für die Ausstattung der Lehrer sei das Land zuständig.

Einigen Einrichtungen, bei denen der Landkreis alleiniger Träger ist oder gemeinsam mit Partnern für den Betrieb sorgt, haben die Kreisgremien in den vergangenen Monaten bereits Unterstützung gewährt. So unter anderem für Delta Waldeck-Frankenberg. Der Beschäftigungsgesellschaft wurden wegen ausgefallener Kurse und Maßnahmen 161 000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Jugendburg Hessenstein hat eine Finanzspritze von 120 000 Euro bekommen. (Julia Janzen)

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