Regelmäßige Desinfektionen, Duschen und Umkleiden gesperrt

Sport mit Sicherheitsabstand: Fitness-Studios öffnen wieder

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Thomas Flak, Studioleiter von „Bodyline Fitness“ in Sachsenhausen.

Nach Wochen der zwangsweisen Schließung geht es auch wieder für Fitness-Studios los. Ab Freitag dürfen sie für Kunden öffnen, allerdings wie in vielen anderen Branchen nur unter Einschränkung.

So mussten Betreiber für ausreichend Sicherheitsabstand sorgen zwischen Geräten, für Möglichkeiten zur Desinfektion und müssen Duschen und Umkleiden weiterhin geschlossen halten.

„Wir fühlen uns sehr gut vorbereitet“, sagt Thomas Flak, Studioleiter von „Bodyline Fitness“ in Sachsenhausen. Ab Montag wird das Studio wieder öffnen, dann unter anderem mit mehreren sogenannten Hygienestationen, an denen sich die Mitglieder die Hände desinfizieren können. Auch für die Desinfektion der Geräte stehen Spender bereit.

Mehr Sicherheitsmaßnahmen als vorgeschrieben

Um den Sicherheitsabstand der Trainierenden auch an den Geräten einhalten zu können, werden einzelne Geräte gesperrt. Zudem haben die Studioinhaber entschieden, den Anbau eines geplanten Kursraums erst einmal auf Eis zu legen. „Diese zusätzlichen gut 100 Quadratmeter werden nun als Erweiterung der Trainingsfläche genutzt.“

Freiwillig über das Vorgeschriebene hinaus wollen Hermann Schaffer und seine Frau Susanne Metz von „Pro Body“ in Korbach gehen, die bereits am Freitag wieder öffnen. So werde nur eine Person pro 20 Quadratmeter zugelassen, obwohl so viel Raum laut Vorschrift nicht nötig wäre, und bei jedem Kunden, der ins Studio kommt, wird kontaktlos Fieber gemessen. Liegt die Temperatur dabei höher als 37,5 Grad, darf kein Training absolviert werden.

Desinfektionsspender und Hinweisschilder: Susanne Mertz und Hermann Schaffer von „Pro Body“ weisen auf die strengen Sicherheitsvorkehrungen hin.

Auch Schaffer sperrt einzelne Geräte, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten. An den Öffnungszeiten werde sich zudem nichts ändern, sagt er. „Denn wir wollen nicht, dass sich die Studiobesuche zu gewissen Zeiten bündeln.“ Das würde das Infektionsrisiko unnötig erhöhen.

In einem gewissen Turnus würden außerdem Geräte und das gesamte Studio gründlich sauber gemacht und desinfiziert, spezielles Desinfektionsmittel sei für viel Geld für die Kunden besorgt worden, sagt der Betreiber. Eingecheckt werde nicht, wie sonst, über eine Karte, sondern auf Zuruf. Aufgeschrieben werden dann die nötigen Daten, um im Fall einer Infektion schnell nachvollziehen zu können, wer wann im Studio war.

Soforthilfe reichte "für das Gröbste"

Wie in allen anderen Studios werden auch bei „Pro Body“ und „Bodyline Fitness“ Duschen und Umkleiden geschlossen bleiben. Beide haben ihre Mitglieder schon jetzt über die notwendigen Maßnahmen informiert, zudem hängen in allen Studios mehrfach Poster und Hinweisschilder.

Die vergangenen Wochen waren wirtschaftlich hart für viele Studiobetreiber. Doch die Mitglieder seien solidarisch gewesen, sagt Thomas Flak von „Bodyline Fitness“. Die Soforthilfe des Landes, sagt Hermann Schaffer von „Pro Body“ habe „für das Gröbste“ im ersten Schließungsmonat ausgereicht. Und weil manche Mitglieder auch ihre Beiträge zurückfordern, die Situation zudem noch nicht ausgestanden ist, geht Schaffer von wirtschaftlichen Einbußen aus.

Dennoch freuen sich beide Betreiber, dass es nun wieder losgehen darf. Eins wird „Bodyline Fitness“ aus der Corona-Zeit mitnehmen: In den sozialen Medien und über die Internetseite hatte das Studio unter anderem Workouts als Videos und im Live-Stream angeboten. Das sei sehr gut angenommen worden, sagt Flak. Das soll es deshalb auch weiterhin geben.

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