"Wir wollen, dass auf uns gehört wird"

Flashmob in ganz Deutschland: Landwirte protestieren auch in Korbach und Frankenberg

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In Korbach demonstrierten über 70 Landwirte und trafen sich auf dem Hauer-Parkplatz.

Die Organisation „Land schafft Verbindung" hat zu einem landesweiten Flashmob aufgerufen, den viele Landwirte und Kreisbauernverbände auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg unterstützten.

Waldeck-Frankenberg - „Das sind alles junge Landwirte, die um ihren Beruf kämpfen“, betonte Olaf Fackiner, der Vorsitzender des Kreisbauernverbandes Frankenberg ist, „In welcher Sparte gibt es das sonst?“

Er war einer von 60 Landwirten, die gestern Nachmittag einen Schlepperkorso durch die Frankenberger Altstadt bildeten. „Wir wollen keinen ärgern, wir wollen nur, dass auf uns gehört wird. Und wir wollen Wertschätzung."

Laut hupend und mit Schildern machten die Landwirte auch in Frankenberg auf ihre Anliegen aufmerksam. Der Protest richtet sich in erster Linie gegen die Düngeverordnung und das Agrarumweltpaket zum Insektenschutz. 

„Die Bundesregierung hat ihre Zusagen nicht eingehalten“, sagt Olaf Fackiner. Nach den Demonstrationen in Bonn, Berlin und Wiesbaden sei zwar zugesagt worden, miteinander in Dialog zu treten, tatsächlich sei aber nichts passiert. „Das ärgert uns unheimlich“, sagt Fackiner verbittert. „Gerade unsere jungen Berufskollegen sind wild entschlossen, ihre Interessen durchzusetzen.“

Auch in Korbach trafen sich viele Landwirte und setzten ein Zeichen. Carsten Becker, Vertreter des hessischen Organisationsteams von „Land schafft Verbindung“ appellierte an die Politiker: „Lasst uns miteinander sprechen und gemeinsam Lösungen erarbeiten, nur so können wir etwas erreichen.“

Häufig kritisiert wurde in der Hansestadt die neue Düngeverordnung, die laut vieler Teilnehmer in der landwirtschaftlichen Praxis nicht umsetzbar sei. „Wir denken in Generationen und wollen auch zukünftig die traditionelle Arbeitsweise aufrecht erhalten“, sagte Becker. (red)

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