Waldeck-Frankenberg

Franke: „Bester Branchenmix in Nordhessen“

- Waldeck-Frankenberg (-sg-). „Bestandsentwicklung“ ist für Wirtschaftsföreder Siegfried Franke der Schlüssel, um die Wirtschaftskraft des Kreises zu sichern.

Nur 4,8 Prozent Arbeitslosigkeit im Landkreis Waldeck-Frankenberg, innovative mittelständische Firmen, die Weltmarktführer sind und sich erfolgreich Wettbewerben stellen – die Unternehmen des Kreises haben die weltweite Krise offenbar gut überstanden. Das produzierende Gewerbe habe einen überproportional hohen Anteil von 34 Prozent – „wir haben den besten Branchenmix in Nordhessen“, urteilt der Waldeck-Frankenberger Wirtschaftsförderer Siegfried Franke. Und der generiere Wachstum. Ganz „unschuldig“ ist er an dieser Wirtschaftskraft nicht: Seit Jahren ist er zwischen Rhoden und Gemünden, Willingen und Waldeck unterwegs, er berät bei Betriebserweiterungen, Liquiditätsengpässen, bei der Suche nach Unternehmensnachfolgern oder Gewerbeflächen, er bringt Unternehmer zusammen, vermittelt ihnen Ansprechpartner bei Problemen, er prüft Konzepte von angehenden Existenzgründern, er arbeitet mit seinen Kollegen in den Kommunen zusammen und er sitzt bei Wettbewerben in der Jury. Am Donnerstag legte Franke seine Bilanz für dieses Jahr vor. „Um Waldeck-Frankenberg voranzubringen, ist die Konzentration auf die Kernaufgabe Bestandsentwicklung unabdingbar“, betont Franke. Das hat er schon bei der Gründung der Wirtschaftsförderung vor elf Jahren gesagt: Es gelte, bestehende Unternehmen bei ihrer Weiterentwicklung zu unterstützen. Existenzgründungen oder gar Neuansiedlungen seien „das Sahnehäubchen“, erklärt er. „Wachstum durch Ansiedlung bleibt die Ausnahme.“ Dennoch will er diese Chancen nicht ausblenden – was sich in seiner Bilanz niederschlägt: 2008 gab es noch 65 Beratungen für Existenzgründer aus 16 der 22 Kommunen im Kreis und für weitere fünf Interessenten außerhalb des Kreises, dieses Jahr waren es bereits 91 Gründungswillige aus 21 Kommunen und neun von außerhalb. Vier Unternehmer erhielten Wagniskapital der Wirtschaftsförderung. Gerade bei der Existenzgründung genießt der Kreis einen hervorragenden Ruf – er hat ein einzigartiges Netzwerk aus verschiedenen Institutionen, das berät, begleitet und fördert. Kern ist ein „Dreigestirn“ aus Franke, Dr. Peter Sacher von der Industrie- und Handelskammer und Gerhard Brühl von der Kreishandwerkerschaft. Ein Erfolgsgeheimnis sei, dass es menschlich passe, sagte Franke. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Freitag, 31. Dezember 2010.

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