Internationaler Frauentag am 8. März in Frankenberg · Forderung nach Gleichberechtigung

Den Frauen einen Tag widmen

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„Die Benachteiligung der Frau ist ein gesellschaftliches Problem, das wir gemeinsam anpacken müssen“: Bärbel Kesper (Agentur für Arbeit), Ute Hetzler und Beate Friedrich vom Frauenbüro des Landkreises und Frankenbergs Frauenbeauftragte Evelin Jacobs.

Waldeck-Frankenberg. - Sie wollen Stolpersteine aus dem Weg räumen: Deswegen laden Vertreter des Landkreises, der Stadt Frankenberg und der Agentur für Arbeit alle interessierten Frauen am 8. März zum Frauentag ein.

Sie forderten Gleichberechtigung - im Beruf, im Leben und bei den Wahlen. Am 19. März 1911 formulierten Frauen in der ganzen Welt zum ersten Mal gemeinsam und offiziell ihre Forderungen. „Mehr als 100 Jahre später sind es fast die gleichen Forderungen, die wir stellen“, sagt Beate Friedrich, Frauenbeauftragte im Landkreis. Und weil eben so wenig erledigt sei, wenn es um Gleichberechtigung gehe, sei es wichtig, jedes Jahr am Internationalen Frauentag wieder daran zu erinnern.

Und so haben die Damen des Frauenbüros nach Verbündeten gesucht und sind bei der Beauftragten für Chancengleichheit bei der Agentur für Arbeit und in der Stadtverwaltung in Frankenberg fündig geworden. Gemeinsam laden sie am 8. März zum Sektempfang in die Ederberglandhalle nach Frankenberg ein.

„Frauen bekommen immer noch 23 Prozent weniger Gehalt für die gleiche Arbeit, die Männer erledigen“, sagt Bärbel Kesper von der Agentur für Arbeit. Außerdem sei jede sechste Frau mit Gewaltproblemen konfrontiert, ergänzt Beate Friedrich. Mut machen wollen die Organisatoren den Frauen, ihre Situation nicht hinzunehmen. Mit im Boot beim Frauentag sitzt die Stadt Frankenberg. Frauenbeauftragte Evelin Jacobs betont warum: „Es gibt Abteilungen, in denen 100 Prozent der Stellen im höheren Dienst von Männern besetzt sind“, erklärt sie, „wir müssen früh beginnen, um Gleichberechtigung zu erreichen.“

Auch Beate Friedrich betont: „Wir wollen Frauen ermutigen, sich auf diese Stellen zu bewerben. Manchmal fehlt es ihnen einfach an Mut.“ Und so soll die Veranstaltung am 8. März vor allem motivieren. Der Frauentag beginnt um 10.30 Uhr mit einem kleinen Empfang, bevor ein Impulsreferat auf dem Programm steht. Karrierecoach Silvia Fröhlich ist zu Gast und will den Frauen helfen, Stolpersteine aus dem Weg zu räumen - Selbstbewusstsein vermitteln, für Gehaltsverhandlungen stärken und erklären, was Frauen auf keinen Fall tun sollten. „Das wird kein langweiliger Vortrag“, verspricht Bärbel Kesper, „sondern Theater, Pantomime und Information gleichzeitig.“ Nach dem Vortrag soll Gelegenheit für Gespräche und einen kleinen Imbiss sein.

Die Stadt Frankenberg bietet eine Kinderbetreuung an, Anmeldungen werden unter 05631/954318 entgegengenommen. Auch Anmeldungen zum Empfang sind erwünscht, die Teilnahme ist kostenlos.(resa)

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