24 500 Frauen im Landkreis arbeiten in Mini-Jobs oder Teilzeit

Frauen sind bei der Rente oft Verliererinnen

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Frauen haben im Rentenalter oft weniger Geld im Portmonee als Männer.

Waldeck-Frankenberg. Rund 24 500 Frauen im Landkreis sind von der Altersarmut bedroht. Sie alle arbeiten in Teilzeit, haben einen Minijob oder sind Leiharbeiter. Diese Beschäftigungsformen verbindet eines: niedrige Rentenansprüche im Alter. Dabei seien Zeiten der Kindererziehung nicht einmal berücksichtigt, teilt die Gewerkschaft IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

„Wenn Wirtschaft und Politik nichts unternehmen, werden Frauen zu Verliererinnen bei der Rente „, warnt Klaus Michalak, Chef der IG Bau Nordhessen. Er fordert, dass Firmen vollwertige Jobs schaffen - für Frauen und Männer. Die Problematik der geringen Renten für Frauen kennt auch Beate Friedrich, Frauenbeauftragte im Landkreis. 

Aus familiären Gründen, wie Elternzeit und Pflege von Angehörigen, reduzierten Frauen ihre Arbeitszeit und arbeiteten Teilzeit, einige beendeten auch ihr Beschäftigungsverhältnis. „Der Wiedereinstieg ins Berufsleben erfolgt oft mit Schwierigkeiten und führt häufig zu einem Karriere-Knick und ist damit mit geringeren Gehältern verbunden“, sagt sie. Frauen hätten durchschnittlich zehn Jahre weniger Versicherungszeiten aufzuweisen als Männer.

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