Gäste akzeptieren Corona-Regeln – Wetter trübt erste Bilanz

Freibadsaison in Waldeck-Frankenberg nimmt Fahrt auf

Der siebenjährige Benat führt im Walmebad stolz seine Saltosprünge vom Startblock vor.
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Der siebenjährige Benat führt im Walmebad in Mengeringhausen stolz seine Saltosprünge vom Startblock vor. Opa schaut zu.

Wegen der Corona-Pandemie ist die Freibad-Saison in diesem Sommer etwas anders. Die Betreiber der Bäder mussten ausgefeilte Hygienekonzepte vorlegen. Mittlerweile haben viele Bäder in Waldeck-Frankenberg wieder geöffnet – unter strengen Hygiene- und Abstandsregeln.

Der „Urlaub daheim“ im Freibad kann vielerorts stattfinden. In Zeiten von Corona haben sich die Betreiber der Bäder in der Region um Hygienekonzepte bemüht, um ihren Gästen ein sicheres und doch sommerliches Erlebnis anbieten zu können. „Unsere Gäste freuen sich, dass wir geöffnet haben, viele haben sich sogar bei unseren Mitarbeitern bedankt“, sagt Wolfgang Wilhelm, Chef der Bäderbetriebsgesellschaft in Korbach. „Das zeigt uns, dass wir es richtig gemacht haben.“ Die Hygienemaßnahmen würden von den Besuchern akzeptiert und mitgetragen.

Problematischer sei bislang das Wetter: Die Tage mit sommerlichen Temperaturen Ende Mai und Anfang Juli hat das Korbacher Bad, das seit 15. Juli geöffnet hat, knapp verpasst. „Bei Temperaturen um die 15 Grad hatten nur unsere gesundheitsbewussten Gäste, die Früh-, Mittags- und Feierabendschwimmer Lust, ins Freibad zu gehen“, sagt Wilhelm. Im Durchschnitt hätten in den vergangenen Wochen 80 Gäste pro Tag das Korbacher Bad besucht. „Das ist nichts.“ Betriebswirtschaftlich habe sich die Öffnung bislang nicht gerechnet, so der Bäderchef: „Wir hoffen auf den Hochsommer im August.“

Beispiel Walmebad Mengeringhausen: In die beiden großen Becken für Schwimmer und Nichtschimmer dürfen gleichzeitig maximal 80 Badegäste hinein. Der Platz auf der Liegewiese ist auf 400 Besucher begrenzt. Beides wird vom Aufsichtspersonal kontrolliert. An der Kasse werden Namenslisten geführt. Alle Besucher müssen sich registrieren.

Aufgrund der durchwachsenen Wetterlage wurden die maximalen Besucherzahlen in den vergangenen Wochen aber nie erreicht, sagt Alfred Reuter, der Vorsitzende des Fördervereins: „Wir hatten maximal 20 Leute gleichzeitig im Wasser und höchstens mal 150 bis 200 Leute gleichzeitig auf der Liegewiese. Diese Zahlen seien aber in hohem Maße temperaturabhängig. An heißen Sommertagen wird die Badeaufsicht wahrscheinlich auch mehr gefordert.“

Der stellvertretende Frankenberger Badebetriebsleiter Matthias Garthe zeigt sich mit dem Start des Badebetriebs zufrieden. „Die Resonanz der Besucher unseres Bades ist bisher durchweg positiv. Die Leute halten sich in der Regel an die Vorschriften und fühlen sich bei uns auch sicher“, erklärt er.

Im Freibad des Frankenberger Ederberglandbades konnten in der ersten Woche nach der Wiedereröffnung mehr als 800 Besucher gezählt werden. Die Nachfrage seitens der Badegäste sei natürlich wetterabhängig, aber unter den gegebenen Umständen sei die Besucherzahl als ein erfreuliches Ergebnis zu betrachten.

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