Weder Volksverhetzung noch Wählertäuschung

Freispruch für Volkmarser Ex-Kandidaten Pillardy

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Henricus Pillardy, Ex-Bürgermeisterkandidat in Volkmarsen, musste sich am 21. September 2017 in einem neuen Verfahren vor dem Amtsgericht Korbach verantworten.

Korbach/Volkmarsen. Mit einem Freispruch endete am Donnerstag das Verfahren vor dem Amtsgericht in Korbach gegen den früheren Volkmarser Bürgermeisterkandidaten Henricus Pillardy (23) wegen Wählertäuschung und wegen Volksverhetzung.

Pillardy war vorgeworfen worden, im Wahlkampf um den Posten des Bürgermeisters in Volkmarsen um die Jahreswende 2015/2016 Unterstützerunterschriften gesammelt zu haben, den Bürgern soll er aber vorgespiegelt haben, er sammele Unterschriften für den Erhalt des Freibads in Ehringen und des Jugendzentrums in Volkmarsen.

Nach dem Freispruch: Ein Fernseh-Team interviewt Henricus Pillardy.

Zudem hatte er sich durch ein Posting auf seiner Facebook-Seite nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht in Köln volksverhetzende Äußerungen über dunkelhäutige Bürger gemacht zu haben.

Beides sah Richterin Meyerrose aber nicht als erwiesen an. Rassismus sei bei dem Posting nicht anzunehmen. Eher ein Aufgreifen von rassistischen Bemerkungen für eine satirische Erklärung.

Die Aussagen der vernommenen 14 Zeugen erweckten erhebliche Zweifel an einer Täuschung der Bürger über den wahren Grund der Unterschriftensammlung. 

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