Waldeck-Frankenberg

Freiwilliges Soziales Jahr erleichtert vielen Jugendlichen den Berufseinstieg

- Korbach. Alexander Putz ist 18, Ernestine Pudel 86. Die frühere, langjährige Dirigentin des Akkordeonorchesters „Diemelspatzen“ hat dem jungen Helfer das Klavierspielen auf ihrem Keyboard beigebracht. Sie ist ein bisschen traurig, dass in ein paar Wochen sein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) endet.

Putz geht es nicht anders. In den vergangenen Monaten, in denen er hauptsächlich auf der Pflegestation des Korbacher DRK-Senioren-Wohnparks am Südwall eingesetzt war, habe er viele Erfahrungen gesammelt: „Man lernt die Menschen besser kennen, bekommt ein ernsthafteres Bild von ihnen“, erzählt er. Voller bleibender Eindrücke verlasse er die Einrichtung. „Ich kann nur jedem empfehlen, ein FSJ zu absolvieren“, sagt Putz, der am 1. September mit einer Altenpflege-Ausbildung beginnt. „Wer als FSJler zu uns kommt und dann beweisen kann, wie gut er für diese doch mitunter psychisch sehr belastenden Tätigkeit geeignet ist, hat beste Chancen, hier seinen erfolgreichen Berufsweg zu beginnen“, bestätigen Leiterin Iris Rummel und Praxisanleiterin Angelika Gernand. Zurzeit sind drei FSJler im Wohnpark, zwei davon gehen bald und erst ein neuer ist eingestellt worden, berichtet Iris Rummel weiter. Bewerberinnen und Bewerber sind also sehr willkommen. Hannah Schwier kümmert sich in einer integrativen Klasse der Frankenberger Kegelsbergschule um ein behindertes Mädchen. Im DRK-Jugendheim „Albert Schweitzer“ in Frankenberg unterstützen Linda Nolte und Carolin Huhn Sozialpädagogen und Therapeuten bei der Betreuung von Jugendlichen mit seelischen Behinderungen oder Persönlichkeitsstörungen. Alle drei haben sich nach dem Schulabschluss dafür entschieden, mit dem FSJ in eine pädagogische Ausbildung oder ein entsprechendes Studium einzusteigen. Dafür bietet sich das soziale Bildungsjahr an, wird es doch in vielen Ausbildungs- und Studiengängen angerechnet. Mehr in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 25. Juli.

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