Korbach

Friedrich gibt Mandat im Kreistag auf

- Korbach (jk). Bürgermeister Klaus Friedrich zieht sich aus dem Kreistag zurück. Mit Schreiben vom Mittwoch erklärte er dem Wahlleiter des Landkreises, sein Mandat im Parlament niederzulegen.

Parallel informierte Friedrich auch den Kreistagsvorsitzenden Michael Kossmann (CDU). Als Gründe nennt Friedrich etwa, dass die Doppelfunktion als Bürgermeister und Kreistagsabgeordneter bei vielen kreispolitischen Entscheidungen einen „nicht unerheblichen Gewissenskonflikt“ berge: „Viele Dinge, die gerade in den letzten Kreistagssitzungen entschieden worden sind, konnte ich nicht mittragen.“ Dies sei auch in seinem Abstimmungsverhalten deutlich geworden. Überdies seien die „finanzpolitischen Strukturen“ in starkem Umbruch. Davon seien die Städte und Gemeinden am stärksten betroffen – und das gelte auch für die Stadt Korbach. „Dies erfordert meinen vollen und uneingeschränkten Einsatz als Bürgermeister“, betont Friedrich. Völlig überraschend kommt der Entschluss des Korbacher Rathauschefs für politisch Interessierte dabei nicht. Als parteiloser Bürgermeister war Friedrich 2006 mit CDU-Mandat ins Kreisparlament eingezogen. Ein wesentlicher Grund sei, die Aspekte der Kreisstadt stärker in die politische Waagschale zu werfen, betonte Friedrich. Zumal Korbach der mit Abstand größte Nettozahler bei Kreis- und Schulumlage ist. Derweil war Friedrichs Engagement auf Kreisebene aber auch von Belang, als er 2009 zum Landratskandidat der bürgerlichen Koalition avancierte. Im ersten Wahlgang verpasste der Korbacher Rathauschef denn auch nur hauchdünn die absolute Mehrheit gegen Dr. Reinhard Kubat und die Kandidatin der Linkspartei. Die Aufgaben als Rathauschef in der Kreisstadt fordern Friedrich indes hohen Einsatz ab. Insofern rechneten Beobachter seit längerem, dass sich Klaus Friedrich aus dem Kreistag zurückziehen werde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare