Waldeck-Frankenberg

Frost: Haushalte ohne Wasser

- Waldeck-Frankenberg (lb). Sibirische Kälte sorgt für einen Großeinsatz der Sanitär- und Heizungsbauer im Landkreis Waldeck-Frankenberg: Schuld sind eingefrorene Wasserleitungen.

Der Wintereinbruch hat dem Landkreis sibirische Kälte mit Temperaturen unter minus 20 Grad beschert. Burgwald bricht in der Nacht zu Montag mit minus 21,6 Grad sogar den hessischen Kälterekord. Den Handwerkern bringt Väterchen Frost vor allem eines: jede Menge Arbeit. Bei den Sanitär- und Heizungsbauern stehen die Telefone schon seit dem Wochenende nicht mehr still. Eingefrorene Wasserleitungen und Störungen in den Heizungsanlagen rufen die Installateure auf den Plan. „Alle Mitarbeiter sind unterwegs“, hieß es am Montag unisono aus den Waldeck-Frankenberger Betrieben. „Bei uns geht es drunter und drüber“, sagt Innungsobermeister Walter Scriba (Frankenberg). Auch Mitarbeiter der Wasserversorger und die freiwilligen Feuerwehren rücken aus, um sich um Frost- und Wasserschäden zu kümmern. „Vieles wäre absolut vermeidbar gewesen“, sagt Scriba. Die Balkon- und Terrassenpflanzen sind hereingeholt, das Auto mit Winterreifen ausgestattet, doch an die Wasserleitungen denken viele Hausbesitzer nicht. Dabei können Frostschäden schnell zu einem Schaden von mehreren Tausend Euro führen. Häufigste Ursache von eingefrorenen Wasserleitungen seien offene Kellerfenster, sagt Claudia Schmittmann, Sprecherin der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) in Korbach. „Die Fenster schließen und die Heizung auf Frostschutz stellen, damit der Keller nicht auskühlt“, empfiehlt Schmittmann. Leitungen einpackenIst kein Heizkörper im Keller vorhanden, sollten die Leitungen und Wasserzähler isolierend eingepackt werden, etwa mit einer Decke oder Holzwolle, so die EWF-Mitarbeiterin. Leitungen außerhalb des Gebäudes sollten außerdem tief genug und damit frostsicher verlegt werden. Neben eingefrorenen Wasserleitungen sind vor allem Störungen in Heizungsanlagen aktuell ein Problem. Auffällig sei dies neuerdings bei Gebäuden, die Wärmepumpen nutzen, sagt Karl-Heinz Selzam (Vöhl): „Hier werden oft zusätzliche Gas- oder Ölbrenner in der Frostperiode zum Heizen eingesetzt. Die Geräte, die das ganze Jahr über stillgestanden haben, springen dann oft nicht an.“ Helfen könne eine regelmäßige Wartung der Brenner, empfiehlt der Handwerksmeister.

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