Zahl der Arbeitslosen in Waldeck-Frankenberg gesunken

Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt

Waldeck-Frankenberg - 4144 Menschen waren im April im Landkreis arbeitslos gemeldet, 220 weniger als im Vormonat und 131 weniger als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote liegt somit bei 4,8 Prozent. 5,1 Prozent betrug sie im März und 5,0 Prozent im April 2014. Die Zahl der offenen Arbeitsstellen ist im Vergleich zum Vorjahr um 17,5 Prozent gestiegen. Aktuell gibt es 1049 bei der Arbeitsagentur gemeldete Jobangebote.

Von dieser Entwicklung haben nach Angaben von Uwe Kemper vor allem ältere und Langzeitarbeitslose profitieren können. Allerdings in erster Linie diejenigen, schränkt der Chef der Korbacher Arbeitsagentur ein, die Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung beziehen und nicht auf die Grundsicherung (Hartz IV) angewiesen sind. Bei den vom Jobcenter Waldeck-Frankenberg betreuten arbeitsfähigen Leistungsempfängern habe sich die Situation nicht verbessert.

Von saisonalen Gründen abgesehen führt Kemper den Rückgang der Arbeitslosigkeit auf sich verändernde Prämissen in den Personalabteilungen vieler Firmen zurück. Offensichtlich seien immer mehr Unternehmen angesichts des zunehmenden Fachkräftemangels bereit, von eventuellen Vorbehalten abzurücken und auch Kompromisse beim Stellenprofil einzugehen. „Der Wunschkandidat ist heute oftmals die große Ausnahme.“ Vielmehr müssten Arbeitgeber und Arbeitnehmer aufeinander zugehen und möglicherweise über Qualifizierungsprogramme die richtige Startposition finden. Dafür stehe der Arbeitgeber-Service der Agentur „jederzeit mit Rat und Tat zur Seite“.

Im gesamten Agenturbezirk, den Waldeck-Frankenberg zusammen mit Schwalm-Eder-Kreis bildet, sind zurzeit 9148 Personen ohne Beschäftigung registriert, 356 weniger als im Vormonat und 267 weniger als im April vergangenen Jahres. Im Vergleich zum Vorjahr erneut gestiegen ist die Zahl der offenen Stellen in Waldeck-Frankenberg. Im April wurden von heimischen Betrieben 423 Jobs neu gemeldet, insgesamt stehen 1049 Stellen zur Verfügung, das entspricht einem Anstieg von 17,5 Prozent gegenüber April 2014.

Als Herausforderung der nächsten Monate betrachtet Kemper die Integration von Asylsuchenden in den regionalen Arbeitsmarkt. Die hochmotivierten und oftmals auch mit qualifizierten Berufs- und Hochschulabschlüssen ausgestatteten Flüchtlinge sollten schnellstmöglich in die Lage versetzt werden, ihre Sprachkenntnisse verbessern zu können. Hierfür sei eine stärkere Kooperation der verschiedenen Bildungsträger, aber auch ein verlässliches, zwischen Bund, Land und Kommunen besser abgestimmtes Finanzierungsmodell hilfreich. (tk)

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