Gesellenprüfung im Dachdecker- und Maurerhandwerk bestanden

Fünf Junggesellen aus Spanien bleiben in Waldeck-Frankenberg

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Bestanden haben die Gesellenprüfung (vorn, von links) Felipe Fernandez Rodriguez, Agustin Hildalgo Hurtado, Abel Comin Alcaine, Jonathan González Sánchez und José Manuel Sánchez Paredes. Davi Bordallo Gilcado holt die Prüfung nach. Im Hintergrund Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Kreishandwerkerschaft und Agentur für Arbeit.  

Korbach – Das Waldeck-Frankenberger Handwerk hat über das Bundesprogramm „Mobi-Pro EU“ acht junge Spanier als gut ausgebildete Arbeitskräfte gewonnen. 

Fünf von ihnen haben die Gesellenprüfung im Dachdecker- und Maurerhandwerk  bestanden. Die Leistungen von Abel Comin Alcaine (Firma Urff und Dämmer), Agustin Hildalgo Hurtado (Firma Thomas GmbH), Jonathan González Sánchez (Firma Huthwelker) und José Manuel Sánchez Paredes (Firma Wolf) sowie Felipe Fernandez Rodriguez (Firma Fisseler) wurden am Freitag in einer kleinen Feierstunde deutlich gewürdigt. Alle bleiben im Landkreis und arbeiten in ihren neu erlernten Berufen weiter.

Insgesamt hatte die Kreishandwerkerschaft 2016 zehn junge Männer aus dem ländlich strukturierten Gebiet Extremadura über das Sonderprogramm „Mobipro-EU“ in Korbach begrüßt, um sie für das Bauhandwerk zu qualifizieren.

Neben den Männern, die ihre Ausbildung bereits erfolgreich beendet haben, wollen zwei weitere ihre Prüfung in einem halben Jahr absolvieren, ein weiterer werde zunächst als Dachdeckerhelfer arbeiten und die Prüfung nachholen, erklärte Manfred Hamel, Geschäftsführer „Operativ“ der Korbacher Agentur für Arbeit, über die die Förderung lief. „Das ist ein guter Schnitt, ein sehr großer Erfolg“, gratulierte er den Gesellen. „Sie hatten viele Anforderungen zu meistern und haben das toll gemacht.“

"Dem gebührt viel Respekt"

Zuvor hatte Heide-Rose Barbe, kaufmännischen Leiterin des Berufsförderungswerks des Handwerks (BFH), die Gesellen, Vertreter der Ausbildungsbetriebe sowie Förderer begrüßt und den Junggesellen zu ihren guten Leistungen gratuliert.

Dimitri Demmer-Koutroulis, Obermeister der Dachdecker-Innung Waldeck-Frankenberg, dankte den jungen Spaniern, dass sie den mutigen Schritt gegangen seien, eine Ausbildung in einem fremden Land mit fremder Sprache zu absolvieren. „Dem gebührt viel Respekt – auch dafür, dass Sie die Ausbildung und das Erlernen der Sprache durchgezogen haben“.

Auch dankte er Manfred Hamel, der die Projektfinanzierung für die Kreishandwerkerschaft in die Wege geleitet hatte, den Betrieben, die die jungen Zuwanderer ausgebildet haben, sowie dem Team um Heiderose Barbe und Diplom-Pädagogin Cheryn Schaffer, die die Azubis in vielerlei Weise auf ihrem Weg begleiteten und unterstützten. Cheryn Schaffer stand ihnen bei allen Fragen und Sorgen als „Kümmererin“ zur Seite.

Gelungene Integration durch Menschen, die sich kümmern 

Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, dankte insbesondere Heiderose Barbe und Cheryn Schaffer für ihre Unterstützung. „Integration läuft nicht über ein Programm, sondern über die Menschen, die sich kümmern. Die Handwerkerschaft ist Meister der Integration“, sagte er.

Inklusive Sprachkurse, Aufstockung der Ausbildungsvergütung, Lehrkräfte und weitere Ausbildungsbegleitende Hilfen betrug die Förderung 600 000 Euro, sagt Heiderose Barbe. Der Bund hat das Sonderprogramm „Mobipro-EU“ auslaufen lassen. (md)

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