Von elf Jungtieren fehlt immer noch jede Spur

Fünf vermisste Lämmer wieder aufgetaucht

Gellershausen - Fünf der vermissten Lämmer von einer Weide am Waldrand in Emdenau sind wieder zurück. Weitere elf Jungtiere sind auch zehn Tage nach ihrer Flucht noch nicht wieder aufgetaucht.

Schafhalter Thomas Grede, Freunde und Familienangehörige suchten mehrere Tage nach den Ausreißern, die in Panik getürmt waren. Der Gellershäuser vermutet, dass ein Wolf oder ein Hund die Tiere in Angst und Schrecken versetzte. Der Zaun war heruntergedrückt, von den schwarzen Lämmern fehlte jede Spur. „Das Waldgebiet ist so groß – das ist eine Suche nach der Nadel im Heuhaufen“, sagte der Gellershäuser. Gezielt wurden Waldwege abgefahren, die Umgebung durchgekämmt, aber ohne Erfolg. Der Schafhalter hatte sogar Mutterschafe auf einem Anhänger im Wald abgestellt und hoffte, dass die blökenden Schafe die Lämmer anlockten. Aber auch das half nicht. „Ich wollte die Suche schon aufgeben“, berichtete Grede. Da standen am Ende einer Suchfahrt plötzlich fünf Lämmer ganz in der Nähe ihrer Weide im Blick. „Sie waren abgemagert, aber gesund“, freute sich der Tierhalter. Die Jungtiere hat er mitgenommen in seinen Stall. Grede: „Egal was die Lämmer auf ihrer Wiese aufgeschreckt hat – dahin kommt von mir kein Tier mehr.“Ob tatsächlich ein Wolf die Schafe in Panik versetzte, bleibt unklar. Auf der Suche nach den Jungtieren hatte der Vater des Schafhalters bei der Schutzhütte am Tannendriesch möglicherweise einen Wolf gesehen. „Weitere Hinweise aus dem Bereich liegen uns nicht vor“, sagte Bernd Rüblinger von der „Wolfshot­line“ des Umweltministeriums gestern. Nach derzeitigen Erkenntnissen sei es wahrscheinlicher, dass ein Hund oder Fuchs die Panik ausgelöst haben könnte, mutmaßte Rüblinger.(höh)

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