Irmtraud Kewald und Erwin Mause aus Röddenau zeigen ihr Reich

Offene Gärten: Ein Paradies am Goldbach

Idyllisch: Der Garten von Irmtraud Kewald und Erwin Mause in Röddenau lädt zum Verweilen ein.

Frankenberg-Röddenau. „Paradies am Goldbach“ – so haben Irmtraud Kewald und Erwin Mause ihren Garten im Flyer für den „Tag der offenen Gärten Waldeck-Frankenberg“ bezeichnet, und damit haben sie voll ins Schwarze getroffen.

Erreichbar ist der Garten durch die Scheune des vermutlich um 1890 erbauten Hauses, das aufgrund seines aussagekräftigen Fachwerks als Hessisches Kulturdenkmal ausgezeichnet wurde.

So, wie sie ihr Haus nach und nach sanieren, haben sie es auch mit ihrem Garten gehalten: Entstanden ist er im Laufe von 18 Jahren – je nach dem, wie es Zeit und Kräfte erlaubten. „Als wir Haus und Grundstück gekauft haben, war der Garten ein reiner Hanggarten“, erklärt Erwin Mause. Eine der ersten Arbeiten war daher, ihn in Terrassen einzuteilen und mit Treppen und Mauern zu versehen, um die Fläche besser nutzen zu können.

Ein großes Blumenbeet am Kopf des Grundstücks krönt einen gesunden Rasen, dann führt eine großzügige Treppe, rechts und links wieder galant mit Blumenbeeten geziert, auf die untere Terrasse. Die Mauern und Treppen sind alle selbst gebaut, „teils aus Fundsteinen vom Feld, teils aus alten Ziegelsteinen aus dem Haus meines Sohnes“, erklärt Irmtraud Kewald. „Es gibt hier nicht viel, was nicht selbst gebaut ist“, sagt Erwin Mause. Aus Steinen, altem Metall und Holz hat er von Tisch und Bank, Zäunen und Katzenhaus bis hin zu Gartenaccessoires alles selbst gezaubert. Aus einem alten Webstuhl hat er zudem ein Geländer gezimmert, das Irmtraud Kewald mit Emaillegeschirr dekoriert hat.

 

Zahlreiche Büsche und Bäume umrahmen den Garten, in dem vom Frühling bis zum Herbst immer etwas blüht, darunter viele Strauch- und Ramblerrosen. Der Rasen sieht blendend aus, dabei wird er nicht künstlich gedüngt. „Alle drei, vier Jahre bringe ich Kompost aus dem Kompostwerk aus, bevor Regen angesagt ist, und harke ihn etwas ein. Das ist alles“, erklärt Erwin Mause. Auch als Düngung für die Blumen nutzt das Ehepaar lediglich Kompost, Hornspäne und den Mist der beiden Ziegen Hugo und Fritz, die nebenan grasen dürfen. Zwei Katzen und Hund Bowie fühlen sich ebenfalls wohl in dem Paradies am Goldbach.

Hilfe im Garten bekommen sie häufig von den afrikanischen Flüchtlingen, für die sie sich ehrenamtlich einsetzen. Sie werden am Samstag- und Sonntagnachmittag auch eine afrikanische Kaffeezeremonie vorführen, freut sich das Ehepaar.

Das Haus liegt in einer Sackgasse ohne Wendemöglichkeit, daher sollte woanders geparkt werden.

Der Tag der offenen Gärten Waldeck-Frankenberg findet am 30. Juni/1. Juli 2018 von jeweils 10 bis 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei. (md)

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