WLZ/FZ-REDEWENDUNG vom 2. Oktober

Das geht auf keine Kuhhaut

- (resa) Vielseitig wurde die Kuhhaut im Mittelalter genutzt: Verbrecher wurden auf ihr zur Richtstätte geschleift, Ehebrecherinnen in ihr eingenäht und im Fluss versenkt.

Auch die Vorstellung, dass der Teufel die Sünden der Menschen auf einer Kuhhaut notierte, führte zur Entstehung dieser Redewendung. Vielfach wurde früher auf präparierte Tierhäute geschrieben, war die des Teufels voll, musste er es mit einem besonders hartgesottenen Sünder zu tun haben. Auch aus der Antike ist für diese Redewendung eine Deutung übermittelt: Während des Opfermahls setzten sich die Opfernden auf eine Stierhaut. Wer dort keinen Platz fand, durfte nicht teilnehmen. Überschreitet heute einer die Grenzen des Zumutbaren, geht das auf keine Kuhhaut.

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