Resümee zum 3. Tag der offenen Gärten in Waldeck-Frankenberg

Gelassenheit und gute Stimmung

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Waldeck-Frankenberg (md) - „Gute Stimmung“ – das machte den 3. Tag der offenen Gärten in Waldeck-Frankenberg mit aus.

Der 3. Tag der Gärten in Waldeck-Frankenberg ist vorbei – die Gartenbesitzer erholen sich von dem freundlichen Ansturm, der Rasen richtet sich wieder auf, die Gartenfreunde zehren noch an den Impressionen, die sich in den 33 Gärten boten, und die Organisatoren sind erfreut, dass die Veranstaltung auf derart viel Gegenliebe bei den Waldeck-Frankenbergern und ihren Gästen stieß.

„Das Not-Telefon hat nicht geklingelt“, beschreibt Silvia Steiner (Ederbringhausen) vom Organisatoren-Team die „gute Stimmung“ beim Garten-Ereignis – das nicht nur für Gartenfreunde eine Freude war, sondern auch noch das Wal­decker und das Frankenberger Land näher zusammen brachte: Viele Waldecker nahmen das Garten-Ereignis zum Anlass, mit einem Gartenbesuch auch das Frankenberger Land kennenzulernen – und umgekehrt. Lange hatten sich die Gartenbesitzer auf das Wochenende vorbereitet: Viele Überlegungen, Planungen und Mühen gehen dem Ereignis voraus – und die Gäste reagierten darauf mit Respekt und Wertschätzung. Dabei musste der Gärtner außer den Pflanzen auch die eigene Geduld und Gelassenheit kultivieren, denn die Natur hat immer ein entscheidendes Wort mitzureden. Das zeigte sich nicht nur an den Winter-Schäden, sondern auch am Samstag, als nachmittags Regen über den Landkreis zog.

Das hatte Auswirkungen auf die Besucherzahlen - etliche Gartenfreunde ließen sich dennoch nicht von Besuchen abhalten, verweilten aber nicht so lange, wie Heike Blanc (Hommershausen) gegenüber der WLZ-FZ erklärte. Andere Gäste wiederum verschoben weitere Besuche auf den nächsten Tag. Die Erfahrung machten Martha Schmolling, die ihren Garten in Hatzfeld zeigte, ebenso wie die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins in Geismar, die ihren kleinen Kräutergarten geöffnet hatten und Lein-Herstellung vorführten. Auch im Waldecker Land war das zu spüren, wo dieses Jahr weniger Gärten offen waren. „Das Wetter hielt die Besucher am Samstag zurück“, erklärt Dr. Birgit Kümmel, Mitglied des Organisatoren-Teams und Leiterin des Museums Bad Arolsen, das den Garten ums Rauch-Geburtshaus und den Schreiberschen Garten geöffnet hatte. „Am Sonntag waren die Gärten aber gut besucht, wir sind sehr zufrieden“, erklärt sie auf Nachfrage der WLZ-FZ. Viele Gartenbesitzer hatten Programm angeboten, das die Besucher ansprach – das Repertoire reichte vom Rosenmarkt an der Battenberger Neuburg und einem stimmungsvollen Open-Air-Gottesdienst mit drei Taufen und einem Auftritt der Bläsergruppe Burgwald im Tiefenbach in Battenberg, über Bilder- und Fotoausstellungen, Kinderprogramm, lyrische Spaziergänge, kreative Floristik, die Präsentation von Apothekersenf, Curry und handgesiedeten Seifen, Vorführungen der Geismarer Landjugend und des Heimat- und Kulturvereins, der Schmittlotheimer Tanzgruppe und des Spielmanns- und Fanfarenzugs Landau sowie Info-Ausstellungen des NABU und des Vereins Rosen für Rosenthal.Selbst über Papageien, Tauben und Schildkröten war während des Tags der offenen Gärten, wo ansonsten viel über die richtige Rosen- und Buchspflege, trübes Teichwasser und Schneckenplagen zu hören ist, Interessantes in Erfahrung zu bringen.

Zum Nachdenken regte zudem das Gewinnspiel der WLZ-FZ an, die den Tag der offenen Gärten zum 3. Mal präsentierte. Die Frage hieß: Welche Frucht ist aus streng botanischer Sicht keine Beere – die Tomate, die Paprika, die Erdbeere oder die Gurke? Teilnahmecoupons lagen in den Gärten aus und müssen bis zum 18. Juni eingegangen sein bei der WLZ, Lengefelder Straße 6 in 34497 Korbach, oder der FZ, Jahnstraße 18 in 35066 Frankenberg. Der 4. Tag der offenen Gärten findet im Jahr 2012 statt.

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