Waldeck-Frankenberg

Geld abheben bei Kassiererin und Tankwart

- Waldeck-Frankenberg (nv). Wenn das Portemonnaie leer und kein Geldautomat in der Nähe ist, kann das Geld abheben an der Supermarktkasse oder Tankstelle eine Alternative sein. Kunden sollten aber die Konditionen prüfen und auf Sicherheit achten.

Das bargeldlose Zahlen mit Bank-, EC- oder Kreditkarte ist längst alltäglich. Ob an der Tankstelle, im Restaurant, im Supermarkt oder in anderen Läden – es ist nicht nur praktisch, sondern auch sicher. Der Verlust der Karte wird erst schmerzlich, wenn sie in falsche Hände kommt und nicht rechtzeitig gesperrt wurde. Der Verlust von Bargeld hingegen – durch Diebstahl oder Unachtsamkeit – schmerzt unmittelbar.

Wenn dann doch Bares gebraucht wird, ist es für Bankkunden ebenso selbstverständlich, ihr Geld mit Karte und PIN am Automaten abzuheben. Werden gewisse Sicherheitstipps berücksichtigt, versprechen die Banken und Sparkassen problemlose Finanzgeschäfte.

Letzters wird allerdings schwierig, wenn kein oder nicht der richtige Geldautomat in der Nähe ist. Hebt ein Kunde nicht bei seiner Hausbank ab, fallen in der Regel Gebühren an. Einen Überblick darüber zu haben, wie viel bei welcher Bank zu zahlen ist, ist schier unmöglich. Auch die Bundesregierung diskutierte jüngst erneut über eine Gebühren-Obergrenze. Diese würde vor allem Kunden zu Gute kommen, deren Banken nicht über ein engmaschiges Automaten-Netz verfügen.

Weiterer Knackpunkt: Die Zahl der Bankfilialen geht auf dem Land zurück. Die Bemühungen, Kunden über Service-Terminals zu versorgen, ist Banken und Sparkassen hoch anzurechnen. Sobald aber ein Geldautomat außer Betrieb ist, gibt es gebührenfreies Geld in der Regel nicht gleich nebenan.

Die Lücken in der Bargeldversorgung machen sich inzwischen verschiedene Einzelhändler zu Nutze: Sie bieten an, Bargeld direkt an der Kasse abzuheben. In Sachsen ist zusammen mit verschiedenen Kreditinstituten eine entsprechende Initiative entstanden. Dort bieten zum Beispiel Bäckereien diesen Zusatzservice an. Vorreiter in Deutschland war allerdings die Rewe-Handelsgruppe. Weitere bekanntes Beispiel ist die Kooperation zwischen der Postbank und Shell.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 22. Oktober 2010.

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