Waldeck-Frankenberg

Geld für schnelles Internet

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- Waldeck-Frankenberg (ahi). 400 000 Euro stellt das Land Hessen für den 
Ausbau des Breitbandnetzes in Waldeck-Frankenberger Gemeinden 
zur Verfügung.

Damit können nach Auskunft von Wirtschaftsminister Werner Posch 3800 Haushalte einen schnellen Internetanschluss bekommen. Der Zuschuss soll den Gemeinden Bromskirchen, Volkmarsen, Willingen, Allendorf, Bad Wildungen, Hatzfeld und Burgwald überwiesen werden.

In Waldeck-Frankenberg werden Projekte mit unterschiedlichen Breitband-Techniken gefördert. Der Technologie-Mix aus Glasfaser, TV-Kabel und Funk gewährleiste zukunftsfähige und für die jeweiligen Gegebenheiten optimierte Lösungen, erklärte Posch in einer gestern Nachmittag verbreiteten Mitteilung. „Daran wird die effiziente und wirkungsvolle Zusammenarbeit der Akteure im Projekt „Mehr Breitband in Hessen“ deutlich.“ Erfreulich: Die Gemeinden bekommen für ihre Vorhaben die erhofften Zuschüsse von 60 Prozent, also den jeweiligen Höchstsatz, wie Wolfgang Baraniak von der Stabsstelle beim Landrat erklärte.

Zuletzt waren Befürchtungen laut geworden, wonach der Zuschuss deutlich niedriger ausfallen könne und die Gemeindeparlamente dann die bereits getroffenen Investitionsentscheidungen noch einmal prüfen müssten. In Volkmarsen sind mit dem Wohngebiet Hakenberg in Külte brutto 70 000 Euro verplant. Ferner sollen Projekte in Willingen in den Ortsteilen Bömighausen, Hemmighausen, Neerdar, Rattlar, Schwalefeld und Welleringhausen verwirklicht werden: 
Allendorf (Eder): Osterfeld, Haine; Bad Wildungen: Albertshausen und Frbershausen; Burgwald: Burgwald, Bottendorf, Birkenbringhausen; Hatzfeld: Eifa, Reddighausen, Holzhausen, Lindenhof; Bromskirchen: Somplar, Neuludwigsdorf.

„Endlich ist eine Entscheidung getroffen worden“, äußerte sich Baraniak erfreut. Von den elf bei der WI-Bank vorgelegten Anträgen aus dem Kreis seien somit sieben positiv beschieden worden. Vier würden noch geprüft, diese wurden von den Großgemeinden Bad Arolsen, Battenberg, Edertal und Lichtenfels gestellt. Frankenau und Rosenthal wollen Anfang September ihre Förderanträge stellen. Anders als in großen Städten ist für die Telekommunikationsunternehmen der Aufbau von Breitbandnetzen in kleinen Ortschaften oft nur mit 
einem öffentlichen Zuschuss interessant. Daran beteiligt sich das Land mit 60 Prozent, den Rest steuern die Kommunen bei.

Im Rahmen der Initiative 
„Mehr Breitband in Hessen“ sollen für alle hessischen Ortschaften Internetanschlüsse 
mit einer Bandbreite von mindestens zwei Mbit/s realisiert werden. Parallel beginnt die Arbeit an Hochgeschwindigkeitsnetzen. Hessen will erreichen, dass bis 2014 mindestens 75 Prozent der Haushalte Internetverbindungen mit Übertragungsraten von wenigstens 50 Mbit/s nutzen können. „Schnelles Internet ist heute für Bürger und Unternehmen eine unerlässliche Infrastruktur und für Kommunen ein wichtiger Standortfaktor. Deshalb treiben wir die flächendeckende 
Erschließung unseres Landes voran“, sagte der Minister: „Breitbandausbau ist konkrete Wirtschaftsförderung.“

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