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Energiekrise: Einzelhändler in Waldeck-Frankenberg wollen Strom sparen

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Von: Stefanie Rösner

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Die Weihnachtsbeleuchtung in Korbach soll trotz der Energiekrise die Innenstadt stimmungsvoll erleuchten und einladend erscheinen lassen.
Die Weihnachtsbeleuchtung in Korbach soll trotz der Energiekrise die Innenstadt stimmungsvoll erleuchten und einladend erscheinen lassen. © Philipp Daum

Wegen der Energiekrise und des Aufrufs, Strom zu sparen, müssen die Einzelhändler in Waldeck-Frankenberg in diesem Jahr im Weihnachtsgeschäft abwägen, inwieweit sie Weihnachtsbeleuchtung und Öffnungszeiten ihrer Geschäfte reduzieren, um weniger Energie zu verbrauchen.

Wie man schon vor dem morgigen 1. Advent in vielen Geschäften sehen kann, wird auf Weihnachtsbeleuchtung nicht gänzlich verzichtet.

Eine beleuchtete Innenstadt in der dunklen Jahreszeit sei ein wichtiger Faktor für den Einzelhandel, der in starker Konkurrenz zum Onlinehandel stehe, sagt dazu Jürgen Tent, der Vorsitzende der Korbacher Hanse. Die Vorweihnachtszeit sei die umsatzstärkste Zeit.

André Kreisz, der Vorsitzende des Kaufmännischen Vereins in Frankenberg, formuliert es ähnlich: „Wir müssen uns mit dem Erscheinungsbild der Innenstadt deutlich vom Flair eines Großraumparkplatzes vor Fachmärkten abheben.“

Trotzdem wollen die Einzelhändler einen Beitrag zum Energiesparen leisten. „Wir selbst schalten die Lichtreklame früher aus“, sagt Metzgermeister Jürgen Tent. „Jeder kleine Beitrag zum Stromsparen zählt, auch wenn wir damit nicht die ganze Welt retten.“ Die Stadt Korbach und die Kaufleute in der Hanse seien sich einig, nicht komplett auf Weihnachtsbeleuchtung zu verzichten. Tent: „Licht hat auch etwas Emotionales. Wir wollen Korbach nicht im Dunkeln lassen.“

Jürgen Tent, Vorsitzender der Korbacher Hanse
Jürgen Tent, Vorsitzender der Korbacher Hanse © PR

In Frankenberg habe der Kaufmännische Verein in Abstimmung mit der Stadt weniger beleuchtete Weihnachtsbäume an den Straßenlaternen der Fußgängerzone aufgestellt; die Schaltzeiten wurden angepasst. Das Ziel: 70 Prozent Energieersparnis. „Trotzdem erreichen wir damit ein wunderschönes Ambiente“, findet Kreisz.

Für die einzelnen Mitgliedsgeschäfte gebe es keine Vorgaben: „Unternehmen unterliegen den allgemeinen gesetzlichen Vorgaben, die durch den Verein nicht noch mehr reglementiert werden müssen“, sagt Kreisz. „Vernunft statt Regulierungswut.“

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