Förderung für weitere drei Jahre sichergestellt

Medizinische Versorgung der Zukunft: Netzwerk PORT wird ausgebaut

Die medizinische Versorgung im Landkreis zukunftsfähig gestalten, Angebote verbessern und vernetzen: Das sind Ziele des Projekts PORT Willingen/Diemelsee. PORT betreut mittlerweile 60 Klienten, das Angebot soll jetzt ausgebaut werden, sagt Geschäftsführerin Katharina Kappelhoff.

Waldeck-Frankenberg – Von der Robert Bosch Stiftung gibt es bereits die Zusage, PORT über weitere drei Jahre zu fördern.

Das Gesundheitsnetzwerk PORT – die Abkürzung steht für patientenorientierte Zentren zur Primär- und Langzeitversorgung – ist das erste im Landkreis. Doch ein Ziel sei es, solche Gesundheitsnetzwerke auch in anderen Teilen Waldeck-Frankenbergs einzurichten, sagt Katharina Kappelhoff. Dort helfen Mitarbeiter bei der Suche nach Pflegediensten, Fördermöglichkeiten, barrierefreien Wohnungen und beraten Angehörige, ebenso wird auf Prävention gesetzt, damit die Einwohner insgesamt länger gesund bleiben.

Katharina Kappelhoff, Geschäftsführerin von PORT

60 Klienten würden derzeit betreut, allerdings in unterschiedlicher Intensität. Manche brauchen lediglich einmal eine Beratung, andere werden über Monate begleitet. Das PORT-Angebot ist stets kostenlos.

„Wir sind positiv überrascht, wie gut es läuft“, sagt Kappelhoff. Ärzte, Apotheker, Therapeuten, Pflegedienste und -einrichtungen in den beiden Kommunen seien engagiert und motiviert, die Rückmeldungen auch von den Klienten seien positiv. Und: „Der Bedarf ist riesig“, so Kappelhoff. Deshalb wird das Gesundheitsnetzwerk ausgebaut.

Angebote für Schwangere und Kinder

Präventionsangebote für Schwangere und jüngere Kinder würden fehlen, hätten Befragungen gezeigt. Beispielsweise soll nun ein Stillcafé eingerichtet werden, in dem sich werdende Mütter austauschen können. Weil es wenig frühkindliche Angebote gebe, sollen Kurse zu Ernährung und Motorik für Kinder entstehen. Eingestellt werden soll ein Ehrenamtskoordinator, der sich um Bedarfe vor allem Älterer kümmert.

Umgesetzt werden sollen all diese Angebote, wie bislang auch, nicht vom Gesundheitsnetzwerk selbst, sondern von Kooperationspartnern. Kosten, die dabei für Patienten entstehen, würden von den Krankenkassen übernommen. 

Förderung drei weitere Jahre

Seit 2017 fördert die Robert Bosch Stiftung vier PORT-Gesundheitsnetzwerke in Deutschland. Für Willingen/Diemelsee hat die Stiftung 250 000 Euro bereitgestellt. Das Geld wurde laut Katharina Kappelhoff hauptsächlich in Personal investiert. Im September endet die Förderung offiziell. Allerdings: Schon jetzt habe die Stiftung signalisiert, dass die Förderung für weitere drei Jahre bestehen soll. Wie viel Geld das Gesundheitsnetzwerk dann bekommt, ist aber noch unklar.  

Rubriklistenbild: © dpa

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