Vertreter von Landkreis und Kommunen empfangen Kollegen aus NRW

„Gewaltige Schnittmenge“

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Nahe der waldeckisch-westfälischen Grenze diskutierten Vertreter von vier Landkreisen und zahlreichen Kommunen Möglichkeiten zur Kooperation.Foto: pr

Waldeck-Frankenberg - Vertreter des Landkreises und der Kommunen haben in Nieder-Schleidern mit ihren Kollegen aus den westfälischen Nachbarkreisen Höxter, Siegen-Wittgenstein und dem Hochsauerlandkreis über grenzübergreifende Kooperation diskutiert.

Ziel war, in Sachen Regionalentwicklung, medizinischer Versorgung, Schulen und Sport, Breitband- sowie Energieversorgung gemeinsam Themen zu setzen und Projekte anzustoßen. Neben den Landräten und vielen Bürgermeistern nahmen Vertreter von Regionalentwicklung, EWF und Kreisverwaltung teil.

Neue Strukturen und enge Zusammenarbeit gewünscht

Erörtert wurde eine Überarbeitung der Richtlinien des LEADER-Programms: Die Landesbehörden sollen grenzübergreifende Regionen und projektbezogene Kooperationen in dem Förderprogramm ermöglichen. Im schulischen Bereich sind die Anerkennung der jeweiligen Schulformen im Nachbarland und die flexible Regelung der Übernahme der Fahrtkosten von Schülern gewünscht.

Zur besseren gesundheitlichen Versorgung im ländlichen Raum wollen die Vertreter der Nachbarkommunen künftig bei Ausbildungs- und Berufsformen im medizinischen Bereich enger zusammenarbeiten. Gleiches gilt für unterschiedliche Projekte in der Energieversorgung, speziell der Windkraft. Auch eine engere Zusammenarbeit in der Breitbandversorgung und die mögliche Ausweitung des Geschäftsgebiets der Breitband Nordhessen GmbH diskutierten die Teilnehmer.

In unmittelbarer Nähe zu Nordrhein-Westfalen liegend war Nieder-Schleidern ein passender Ort für das Treffen: Über Landesgrenzen hinaus erstreckt sich von dort das mit Geldern aus dem LEADER-Programm geförderte Projekt „Grenzlandkelterei“. Der Verein stellt Most aus Äpfeln her, welche auch die Bewohner der westfälischen Nachbardörfer liefern.

„Die Schnittmenge der Themen, die wir mit unseren Nachbarkommunen und -kreisen aus Nordrhein-Westfalen haben, ist gewaltig“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Im Verbund könnten gezielt Infrastrukturhilfen für ländliche Räume geschaffen werden. Durch dieses Treffen seien nicht nur erste Ideen dazu entstanden, sondern auch die Kommunikation untereinander verbessert worden. „Auf diese Weise können Synergien entstehen, die der Entwicklung im ländlichen Raum neue Impulse geben - sowohl in Hessen als auch in Nordrhein-Westfalen.“ (r)

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