Waldeck-Frankenberg

Girlsday macht Mut und eröffnet berufliche Perspektiven

- Waldeck-Frankenberg (nv). „Girlsday – Mädchen-Zukunftstag“ hieß es am Donnerstag zum zehnten Mal bundesweit. Zahlreiche Unternehmen im Landkreis gewährten Mädchen Einblicke in Berufe, die von Männern dominiert werden.

Rund 114 000 Mädchen und junge Frauen absolvierten im Jahr 2008 eine Ausbildung, berichtet Hans-Peter Marks, Ausbildungsexperte der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. Dabei arbeiteten viele bereits in traditionellen Männerdomänen, ergänzt er. 4 000 von ihnen wollen Malerin und Lackiererin werden, 2 000 Tischlerin. Trotz des Vorstoßes in die gewerblich-technischen Berufe hält Marks spezielle Förderangebote für Mädchen nach wie vor für sinnvoll und notwendig.

„Das Projekt zum Girlsday ist ähnlich angelegt wie unsere regelmäßig stattfindende Probierwerkstatt. Ziel ist es, dass sich die Mädchen selbst ausprobieren können und dabei quasi spielerisch grundlegende handwerkliche Techniken ausüben“, erklärt Marks. Betreut werden sie von Auszubildenden und Meistern. „Sie erkennen dann schon selbst, ob sie für diesen Beruf geeignet sind“, ist der Experte überzeugt.

Die 16-jährige Hauptschülerin Sandra Wiesner bestätigt dies: „Der Girlsday ist etwas Gutes, denn ich kann erstmals in den Tischlerberuf hinein schnuppern“, erzählt die Korbacherin. Das Handwerken mit Holz fasziniert sie seit langem. „Man sieht, was man selbst geschaffte hat“, lächelt sie, während mit Hilfe von Stecheisen und Säge langsam ein „Geschicklichkeitsknoten“ Form annimmt. Hauswirtschaft für Jungen Um Einblick in möglichst viele Berufe zu gewähren, waren die Angebote des Berufsbildungszentrums Korbach und des Berufsförderungswerk für Handwerk und Industrie in Frankenberg breit angelegt.Von der Bau- und Elektrobranche über den Kfz-Sektor bis zum Goldschmiedehandwerk konnten Mädchen alles ausprobieren.

Spezielle Kenntnisse über ihre Branche vermittelten die weiteren teilnehmenden Unternehmen und Institutionen. Zu diesen zählten: Amt für Bodenmanagement, Continental AG (beide Korbach), Druck- und Spritzgußwerk Hettich, Burgwaldkaserne (beide Frankenberg), Hollingsworth & Vose (Papiertechnologien, Hatzfeld), Krankenhaus Bad Arolsen, Viessmann Werke (Allendorf). Bei der Firma Hewi (Bad Arolsen) hatten sogar die Auszubildenden die Organisation des Girlsdays übernommen.

Mehr dazu lesen in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 23. April 2010.

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