Ergebnisse der Ahle-Worscht-Meisterschaft wurden bekanntgegeben

Gold und Silber für die Ahle Worscht aus Waldeck-Frankenberg

Zella/Waldeck-Frankenberg. Bei einem Metzger-Brunch wurden die Ergebnisse der 3. Ahle-Worscht-Meisterschaft bekanntgegeben. Erstmals  mit dabei waren fünf Betriebe aus Waldeck-Frankenberg. 

Gut 100 Frauen und Männer des Fleischerhandwerks aus Nordhessen hatten sich zu einem „Metzger-Brunch“ im Landgasthof Bechtel in Willingshausen-Zella (Schwalm-Eder-Kreis) versammelt. Sie warteten gespannt auf die Ergebnisse der dritten Ahlen-Worscht-Meisterschaft. 

Insgesamt hatten 56 Betriebe aus den sechs nordhessischen Landkreisen teilgenommen. Ihre 202 verschiedenen Würste waren am 8. März in Kassel von einer Jury, bestehend aus 45 Prüfern, ausgiebig auf Aussehen, Farbe, Konsistenz, Geruch und Geschmack getestet worden.

Als Oberprüfer fungierten die Obermeister der sechs nordhessischen Fleischer-Innungen: Heinz Müller (Hersfeld-Rotenburg), Uwe Köhler (Hofgeismar-Wolfhagen), Dirk Nutschan (Kassel), Fritz Kästel (Schwalm-Eder), Markus Dreßler (Werra-Meißner) und Hans-Georg Schneider (Waldeck-Frankenberg). Von den 202 eingereichten Proben wurden in Zella 152 mit Gold- und 35 mit Silberurkunden ausgezeichnet.

„Die Ahle Worscht hat nicht nur Kultstatus in Nordhessen, sondern ist ebenso wie der berühmte SerranoSchinken auf dem Markt der Feinschmecker platziert“, sagte Jürgen Kaufmann, Vize-Landrat des Schwalm-Eder-Kreises. „Wir exportieren unsere Wurst regelmäßig sogar nach Hongkong“, ergänzte der Melsunger Metzger Rolf Schott. Nicht bis China, aber doch immerhin bis nach Südhessen nimmt Mark Weinmeister die nordhessische Spezialität regelmäßig mit. „Wer die Ahle Worscht einmal probiert hat, der möchte sie immer wieder genießen“, so Mark Weinmeister, Staatssekretär für Europa beim hessischen Landtag.

Mit elf Würsten waren fünf Betriebe aus Waldeck-Frankenberg bei der Ahlen-Worscht-Meisterschaft im Rennen. Sie erhielten alle Auszeichnungen: sechsmal Gold und fünfmal Silber. Innungsmeister Hans-Georg Schneider (Bottendorf) erläuterte, dass viele Kunden in Waldeck-Frankenberg die geräucherte der luftgetrockneten Ahlen Wurst vorzögen. Deshalb würden hier mehr geräucherte Würste hergestellt. In der Schwalm oder dem Landkreis Kassel seien es mehr luftgetrocknete. Im Frankenberger Land werde die stracke Rote im Schweinedarm hergestellt, in Waldeck in Schmalzhaut. Dort nenne man sie die „Hawwer-Meyen“. Die gehaltvolle Wurst wurden beim Hafer-Mähen angeschnitten, damit die Helfer Kraft zum Durchhalten hatten, so Schneider. 

Während die Waldeck-Frankenberger beim Ahle-Wurst-Wettbewerb erstmals mitmachten, waren sie in den Vorjahren bereits beim Blut- und Leberwurst-Cup und der Aktion „märchenhafte Bratwurst“ der nordhessischen Fleischerinnungen dabei.

Einige Metzger im Schwalm-Eder-Kreis waren ebenfalls erfolgreich, mehr dazu lesen Sie hier

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