Musik-Tipp

Jazz, Pop und bäriger Bariton - Gregory Porter neues Album „All Rise“

Gregory Porter, der stämmige Sänger mit der auffälligen Mütze, ist wieder da. Sein neues Album „All Rise“ atmet erneut den alten Frank Sinatra-Jazz, aufgepeppt mit frischen Prisen Pop, Blues und Soul. 

Gregory Porter: All Rise

Diese Bariton-Stimme ist samtig, sanft, dunkel, rauchig, warm, weich – und doch so variabel. Wenn der Gesang dann noch in melodische, kontrastreiche Songs geschmiegt und in transparentem, authentischem Sound verpackt wird, entsteht Stoff zum Zurücklehnen, Augen schließen und Genießen.

Produzent Troy Miller (Emili Sandé, Jamie Cullum) hat in London, Paris und Los Angeles aufgenommen. Streicher, Bläser und Pianos klingen perfekt – auch auf diesem Album des aus der New Yorker Club-Szene vor zehn Jahren kometenhaft aufgestiegenen Jazz-Heros zählen zeitlos organische Klänge von echten Instrumenten. Wie beim Orchester-Opener „Concorde“. Oder dem kraftvollen „Revival Song“, Soul zum Mitwippen. Oder dem lässig rhythmischen „Faith In Love“, der zur funkigen Gitarre groovt.

Bei „Merchants Of Paradise“ perlt das Piano und steigert sich zum Blues-Jazz mit tollem Sax-Solo. Und „If Love Is Overrated“ ist ein Highlight der Tränendrüsenballaden. Jazzerdig und poppig wie bei Stevie Wonder oder Marvin Gaye. Ein super Soundtrack zum Kuscheln im kalten Corona-Herbst. 

Rubriklistenbild: © Blue Note

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