Waldeck-Frankenberg

Griff in bilanzielle Trickkiste

- Waldeck-Frankenberg (jk). Mit trickreicher Darstellung der Bilanz hat es die Verwaltung unter Ägide von Ex-Landrat Helmut Eichenlaub offenbar geschafft, überbordende Reisekosten in Kreisausschuss und Parlament durchzuwinken.

Reisekosten und Spesen von Helmut Eichenlaub waren ab 2007 extrem in die Höhe geschnellt. Im Hintergrund stehen dabei auch die gescheiterten Pläne für einen „Sonderurlaub“. Der frühere Landrat wollte sich damals vorzeitig aus dem Amt verabschieden, um einen Job in der Wirtschaft anzutreten. Regierungspräsidium (Kassel) und Landesregierung machten Eichenlaub aber einen Strich durch die Rechnung – und gewannen gegen eine Klage des Kreisausschusses Waldeck-Frankenberg (wir berichteten). Die „Kreisregierung“ wollte damals mehrheitlich den Sonderurlaub genehmigen. 2008 fielen plötzlich fast dreimal so hohe Reisekosten (über 42 000 Euro) an, wie ursprünglich im Haushaltsplan des Landkreises verankert. Erst mit erheblicher Zeitverzögerung kamen die Zahlen dann aber zur nachträglichen Genehmigung politisch auf den Tisch – im September 2009. „Unterrichtung von über- und außerplanmäßigen Aufwendungen und überplanmäßigen Auszahlungen im Haushaltsjahr 2008“ hieß dabei der dröge Titel auf der Tagesordnung für den Kreistag. Und der Kreisausschuss mit hauptamtlichen und ehrenamtlichen Beigeordneten hatte die Ausgaben zuvor schon abgesegnet. Offensichtlich waren die tatsächlichen Reisekosten des Landrats im Zahlenspiel aber versteckt worden. Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Dienstag, 23. März 2010.

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