Apothekerverband bestätigt

Grippe-Impfstoff in Waldeck-Frankenberg wird knapp

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Grippe-Impfstoff (Symbolbold)

Waldeck-Frankenberg. Die Grippewelle Anfang des Jahres dürfte den meisten noch präsent sein: tausende Kranke, überfüllte Krankenhäuser und Arztpraxen. Deshalb wollen sich viele Menschen vor der Krankheit schützen und lassen sich impfen. Die Folge: Langsam geht der Impfstoff aus, auch in Nordhessen.

Das bestätigt der hessische Apothekerverband.

„Wir haben keinen Grippeimpfstoff mehr“, sagt Jutta Goldhofer von der Hirsch-Apotheke in Korbach. „Die Hersteller können derzeit auch nicht nachliefern.“ Wie lange dieser Zustand noch andauern wird, kann sie nicht sagen. Bereits im Frühjahr bestellte die Hirsch-Apotheke den Impfstoff für mehrere Arztpraxen. „Dabei planen wir immer einen Zuschlag mit ein“, sagt die Apothekerin. Trotzdem reicht die bestellte Menge nun nicht aus. Allerdings sei es durchaus normal, dass der Grippe-Impfstoff Ende November zur Neige gehe. „Jetzt geht die Impfzeit zu Ende“, sagt Goldhofer.

Ein möglicher Grund für den verstärken Impfwunsch in der Bevölkerung: Alle bekommen nun die zuvor nur Privatpatienten vorbehaltene Vierfachimpfung. Sie gilt als wirksamer als diejenige mit nur drei Komponenten. „Die Leute fühlen sich nun sicherer“, sagt Goldhofer.

Die Praxis von Dr. Rainer Kittel in Ernsthausen verfügt noch über ausreichend Impfstoff. „Wir haben rechtzeitig vorgesorgt“, sagt Kittel. Der Nachschub an Impfstoff sei vor zwei Wochen eingetroffen. In diesem Herbst hätten sich in seiner Praxis deutlich mehr Menschen gegen Grippe impfen lassen als in den Jahren zuvor. Die Grippewelle Anfang 2018 begann im Januar und dauerte zwölf Wochen. In dieser Zeit wurden dem Fachdienst Gesundheit 164 Grippe-Erkrankungen im Kreis bestätigt. 2017 wurden nur 38 Patienten gemeldet. Für diesen Herbst liege noch keine bestätigte Grippe-Erkrankung vor.

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