Influenza: Zehn Fälle seit Jahresbeginn im Landkreis gemeldet

Grippe-Impfung auch jetzt noch sinnvoll

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Die Grippewelle hat Deutschland erfasst.

Waldeck-Frankenberg. Die Grippe-Welle 2017 hat Deutschland fest im Griff. Schon 85 Tote und 27 000 Erkrankte wurden in der laufenden Saison registriert. Aktuell sind laut dem Robert-Koch-Institut (RKI) mehr als 10.700 Menschen bundesweit erkrankt (Stichtag 31. Januar), in der Woche zuvor waren es rund 6400. In Waldeck-Frankenberg wurden seit Jahresbeginn erst zehn Fälle gemeldet.

Friedhelm Sarge vom Kreisgesundheitsamt in Korbach geht davon aus, dass die Grippewelle im Landkreis noch länger anhalten wird. „Die Erfahrungen aus den Vorjahren haben gezeigt, dass mit Beginn der wärmeren Monate, etwa nach der Faschingszeit, ein Erkrankungsrückgang zu verzeichnen war“, erklärt der stellvertretende Amtsarzt. 

„Auch jetzt ist noch eine Grippe-Impfung sinnvoll“, sagt Sarge. Nach etwa 10 bis 14 Tagen werde der komplette Impfschutz erreicht. Dann hat der Körper die Antikörper gegen die Grippeviren gebildet. Die Ständige Impfkommission am RKI empfiehlt die Impfung für ältere Menschen, für chronisch Kranke und Schwangere sowie für alle, die Kontakt zu solchen Risikogruppen haben, vor allem Medizin- und Pflegepersonal. 

Grundsätzlich kann sich jeder gegen Grippe impfen lassen. In Hessen wird die Impfung sogar generell empfohlen. Ausnahmen: „Kontraindikationen sind eine bekannte Hühnereiweißallergie sowie schwere akute Erkrankungen“, sagt Sarge. Auch bei leichten Infekten mit Temperaturen unter 38,5 Grad sei noch eine Impfung möglich. 

„Für Kinder von zwei bis einschließlich 17 Jahren steht ein abgeschwächter Lebend-Impfstoff zur Verfügung der als Nasenspray verabreicht wird.“ Eine Grippe-Impfung bei Kindern werde aber nur bei bestimmten Grundkrankheiten mit erhöhtem Infektionsrisiko empfohlen. Bei schwerem Asthma und Immundefekten sei sie nicht angebracht.

Wie Sie einer Grippeinfektion vorbeugen können, lesen Sie in der Waldeckischen Landeszeitung vom 7. Februar 2017.

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