Polizei stellt Rauschmittel, Waffen und Bargeld sicher

Größter Drogenfund im Landkreis

Fünf scharfe Pistolen und mehr als 10 000 Ecstasy-Pillen fielen der Polizei bei einem Großeinsatz, unter anderem im Landkreis Waldeck-Frankenberg, in die Hände. Darüber hinaus fanden die Beamten mehr als zwei Kilogramm Marihuana, 500 Gramm Haschisch sowie Kokain, LSD und weitere Substanzen.  Fotos: Polizei

Waldeck-Frankenberg. Bei einem groß angelegten Einsatz stellte die Polizei die größte je im Landkreis Waldeck-Frankenberg entdeckte Menge an Betäubungsmittel sicher. Fünf Männer wurden festgenommen und sitzen in Untersuchungshaft.

Unter Federführung der Staatsanwaltschaft Marburg begannen die polizeilichen Ermittlungen bereits im Frühsommer und richteten sich zunächst gegen einen Mann aus Waldeck-Frankenberg. Als das Verfahren immer größere Dimensionen annahm, richtete die Korbacher Kripo eine eigenständige Arbeitsgruppe ein. In der Folge erließ das Amtsgericht Marburg auf Antrag der Staatsanwaltschaft mehrere Durchsuchungsbeschlüsse.

An dem entscheidenden Einsatz erhielten die Korbacher Ermittler Verstärkung durch Spezialkräfte aus Kassel, die hessische Bereitschaftspolizei und Beamte aus Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam durchsuchten sie mehrere Wohnungen und Fahrzeuge im Raum Waldeck-Frankenberg, Hochsauerland und im Ruhrgebiet. Dabei fielen ihnen mehr als 20 Kilogramm Amphetamine, über 2,3 Kilogramm Marihuana, etwa 500 Gramm Haschisch, rund 10 000 Ecstasy-Pillen, zwei komplette Marihuana-Plantagen mit etwa 80 erntereifen Pflanzen sowie Kokain, LSD und weitere Substanzen in geringeren Mengen in die Hände.

Auch ein Drogenlabor mit mehreren Kanistern Chemikalien sowie Diebesgut (u. a. hochwertige Elektrowerkzeuge) und Bargeld in fünfstelliger Höhe stellten die Beamten sicher. Der gleichzeitige Einsatz an verschiedenen Orten verlief nach Angaben von Polizeisprecher Volker König reibungslos.

Dass der Einsatz nicht ganz ungefährlich war wird daran deutlich, dass neben den großen Mengen Betäubungsmitteln auch fünf scharfe Pistolen, eine Schrotflinte und ein Karabiner samt Munition sichergestellt wurden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Marburg erließ der Haftrichter am Amtsgericht Marburg Haftbefehl zunächst gegen vier Bandenmitglieder. Drei Beschuldigte wurden in ihren Wohnungen festgenommen, ein 23-jähriger Mann war zunächst flüchtig und wurde schließlich im Ruhrgebiet ausfindig gemacht. Aufgrund der Folgeermittlungen erließ das Amtsgericht Marburg noch einen weiteren Haftbefehl gegen einen 28-jährigen Mann aus Waldeck-Frankenberg. Die fünf Männer sitzen in verschiedenen Justizvollzugsanstalten und müssen sich demnächst vor Gericht verantworten. Ihnen droht im Falle einer Verurteilung eine Freiheitsstrafe von nicht unter fünf Jahren. (r)

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