Auch in Waldeck-Frankenberg stehlen Menschen Tannen

Händler verärgert: Weihnachtsbäume werden oft geklaut

Weihnachtsbaumverkauf - Diebstahl von Weihnachtsbäumen - Händler Rudi Berger aus Twistetal-Berndorf
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Macht seit Jahren Geschäfte mit Weihnachtsbäumen: Händler Rudi Berger aus Berndorf gibt nun mehr Acht auf seine Bäume, seitdem ihm einige gestohlen wurden.

Von Weihnachtsbäumen geht alljährlich eine gewisse Faszination aus – auch auf Diebe. So sind in den vergangenen Wochen auffällig viele Diebstähle verzeichnet worden.

Waldeck-Frankenberg – Deutschlandweit, aber auch in unserem Landkreis stehlen Menschen immer wieder Bäume, berichten Händler. Mehrfach hat die Polizei in Hessen in diesem Dezember schon solche Diebstähle registriert. In Gelsenkirchen sind zudem im November mehr als 80 Tannenbäume vor einem Kaufhaus gestohlen worden. Der Twistetaler Christbaum-Händler Rudi Berger berichtet von mehr Diebstählen als in den Jahren zuvor. Darauf hat er reagiert, indem er seine Bäume nachts auf seinem Hof sichert.

Verärgert über große Verluste zeigt sich Matthias Dumm, Leiter des Forstamtes Hessisch Lichtenau, das Tannenbäume auf eigenen Kulturen anbaut. Diebe würden dort ebenso wie im Wald rund die Hälfte aller Weihnachtsbäume stehlen. 

Das Fürstliche Forstamt in Bad Arolsen baut ebenfalls selbst Weihnachtsbäume an, kennt das Problem in diesem Ausmaß jedoch nicht. „Diebstahl ist nicht zu beobachten, allerdings ist es schwer zu kontrollieren, ob nicht doch vereinzelt Bäume gestohlen werden“, sagt Achim Frese, Betriebsleiter des Fürstlich Waldeckschen Forstamtes.

Ein Trend sei, dass Kunden anspruchsvoller würden: „Zunehmend werden kleinere und makellose Bäume nachgefragt.“ Auch die Herkunft spiele eine Rolle bei der Kaufentscheidung. Der Baum solle möglichst natürlich sein, und Plastikexemplare seien keine umweltfreundliche Alternative. „Immer mehr Kunden wünschen einen regional erzeugten Weihnachtsbaum.“ Die Fürstlich Waldecksche Hauptverwaltung verzichte in den Weihnachtsbaumkulturen auf den Einsatz von chemischen Mitteln.

Nach Einschätzung von Martin Rometsch vom Bundesverband der Weihnachtsbaumerzeuger werden Transportwege, Verpackung, Klimabilanz und der Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln immer wichtiger.

Dennoch stammen die meisten Christbäume eher aus Norddeutschland und Dänemark, wo die Anbaubedingungen günstiger seien, erklärt Martin Klein vom Forstamt Diemelstadt.

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