Halle zur Erstaufnahme von Flüchtlingen in Korbach wird vorerst geschlossen

Land reduziert die Flüchtlingscamps

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Die Erstaufnahme von Flüchtlingen in der Halle des früheren „LaLeLu“ im Korbacher Industriegebiet soll vorerst beendet werden. Das Land Hessen als Mieter will die Halle in „Reserve“ behalten.

Waldeck-Frankenberg. Die Landesregierung hat für ganz Hessen ein neues Standortkonzept für die Unterbringung von Flüchtlingen beschlossen. Die Halle zur Erstaufnahme in Korbach wird demnach in Kürze bis auf weiteres geschlossen. Sie soll aber vorerst weiter als Reserve dienen, falls die Flüchtlingszahlen wieder steigen.

Planmäßig läuft dagegen der Aufbau neuer Flüchtlingswohnungen in Bad Arolsen. Auf dem Hagen in Mengeringhausen entstehen derzeit vier große Wohnblocks für insgesamt 6,3 Millionen Euro. Sie sollen Unterkünfte für rund 500 Personen bieten. Hessens Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) präsentierte das neue Standortkonzept am Mittwoch in Wiesbaden. Nach dem enormen Zustrom an Flüchtlingen im vorigen Jahr kommen derzeit täglich nur noch rund 50 Flüchtlinge in ganz Hessen an, erklärte Grüttner. Somit werden zahlreiche Unterkünfte komplett geschlossen, andere – wie die Halle des früheren „LaLeLu Abenteuerlandes“ in Korbach – werden vorerst auf „passiv“ gestellt. Je nach künftiger Entwicklung der Flüchtlingszahlen in der Zukunft können diese Unterkünfte wieder geöffnet werden. Das Land bleibt in Korbach demnach in den kommenden drei Jahren Mieter, die Kosten für Verpflegung, Energie, Verwaltung und Betreuung fallen aber weg.

Mehr in unserer Zeitungsausgabe vom Donnerstag.

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