Waldeck - Frankenberg.

Handeln für den Klimaschutz im Kreis

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- Waldeck-Frankenberg (lb). Waldeck-Frankenberg soll zum ökologischen Musterländle werden. Das Ziel sind mehr erneuerbare Energien und klimaneutrale Kreis-Immobilien.

Der Landkreis will mit gutem Beispiel vorangehen, um für das neue Energiezeitalter gerüstet zu sein. „Die Energiewende wird auch am Landkreis Wal­deck-Frankenberg nicht spurlos vorübergehen“, heißt es im entsprechenden Antrag von SPD und Grünen. Der Kreistag sei aufgefordert, klar Position zu beziehen und diese auch den drei im Landkreis vorhandenen Energieversorgern zu vermitteln.

Mit den Forderungen der Koalition werden sich nun zunächst die Fachausschüsse des Kreistags beschäftigen. Als ein Ziel formulierten SPD und Grüne, den Anteil von regenerativ erzeugtem Strom beim Stromverkauf im Landkreis auf mindestens 30 Prozent verbindlich festzuschreiben. Innerhalb von fünf Jahren sollen außerdem mindestens 30 Prozent der verkauften Strommenge im Landkreis selbst erzeugt werden. Durch Beteiligungen an der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF), der Energie-Gesellschaft Frankenberg (EGF) und der Eon Mitte sei der nötige kommunale Einfluss bei den Energieversorgern gegeben, erklärte Dieter Schaake (SPD, Edertal).

Geplant ist darüber hinaus ein Modellprojekt zur Speicherung erneuerbarer Energien. Eine weitere Forderung: Die Waldeck-Frankenberger sollen Anteile an „Bürgerenergieparks“ erwerben können. „Wir wollen Bürgerbeteiligung statt Konfrontation“, sagte Caroline Tönges (Grüne, Bad Wildungen). Die Linken schlugen dazu ein Genossenschaftsmodell mit niedriger Einstiegshürde vor: „Die Beteiligungen müssen bei 50 oder 100 Euro beginnen und nicht bei 1000 Euro“, sagte Heidemarie Boulnouis (Linke, Bad Wildungen).

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Samstag, 01. Oktober.

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