Korbach

Hebammen fordern bessere Arbeitsbedingungen

- Rund 30 Hebammen aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg sind am Montag Mittag in Korbach für bessere Arbeitsbedingungen auf die Straße gegangen.

Mit Parolen wie „Profis nicht zum Nulltarif“ oder „Wieviel ist der Beginn des Lebens wert?“ forderten sie in der Fußgängerzone und bei einer Kundgebung vor dem Rathaus eine bessere Bezahlung und einen neuen gesetzlichen Rahmen für ihre Arbeit. Um den Forderungen an die Politik Nachdruck zu verleihen, hatte der Deutsche Hebammenverband (DHV) den bundesweit in mehreren Städten stattfindende Protesttag organisiert.

„Es dürfte das erste Mal sein, dass Hebammen in Deutschland für die eigene Sache demonstrieren“, sagte die Vorsitzende des Hebammenverbandes im Landkreis, Elisabeth Lamotte. „Teilweise geben Hebammen ihren Beruf auf, weil sie davon nicht leben können“, schilderte ihre Vorstandkollegin Sabine Peter die Arbeitsbedingungen. „Wir fordern deshalb eine Erhöhung der Honorare um 30 Prozent.“

Um die Situation der Hebammen zu verbessern, hat der DHV mehrere Forderungen aufgestellt. Außer einer höheren Bezahlung dringt der Verband unter anderem auf die „Übernahme der Hebammentätigkeit in das Sozialgesetzbuch“, eine höhere Anerkennung der Hebammenarbeit als „präventiv und gesundheitsfördernd“, eine „sinnvolle gesetzliche Regelung für die Finanzierung der Familienhebammenarbeit“ sowie eine größere Zahl an Ausbildungsplätzen. „Es ist uns ernst“, bekräftigte Lamotte. (lb)

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