Waldeck-Frankenberg

Tag der Heimat: "Innere Abwendung von Vertreibung" zählt

- Waldeck-Frankenberg (nv). Die „Anerkennung des Unrechts“ von Vertreibung und Enteignung sowie „symbolische Akte der Wiedergutmachung“ forderte Festredner Konrad Badenheuer beim „Tag der Heimat“ in Korbach. Der Bund der Vertriebenen hatte am Sonntag eingeladen.

„Wahrheit und Gerechtigkeit – Ein starkes Europa“ – unter diesem Titel stand das Treffen der im BdV-Kreisverband Waldeck-Frankenberg organisierten Vertriebenen. Da die Bewahrung von Traditionen aus der alten Heimat, den ehemaligen deutschen Ostgebieten, im Mittelpunkt ihres Wirkens steht, begannen die Feierlichkeiten traditionell mit dem Einzug der Fahnen. Sechs Damen in regionalen Trachten des Sudetenlandes trugen die Flaggen unter dem Applaus der zahlreichen Gäste in die Korbacher Stadthalle.

Im „historischen Gedenkjahr“ 2009 begrüßte Kreisverbandsvorsitzender Manfred Kreuzer die Mitglieder der ostdeutschen Landsmannschaften sowie die Ehrengäste. „60 erfolgreiche Jahre der Bundesrepublik Deutschland sind untrennbar verknüpft mit dem Gewaltverzicht und dem Aufbauwillen der deutschen Heimatvertriebenen“, zitiert der Obernburger Hessens Ministerpräsident Roland Koch und verweist auf die Charta der deutschen Heimatvertriebenen vom 5. August 1950, in der bereits ein geeintes Europa, in dem die Völker „ohne Furcht und Zwang leben können“, gefordert worden sei.

Das Motto des „Tags der Heimat“, Wahrheit und Gerechtigkeit, sei ein wichtiger Anspruch, den seine Zeitung verfolge, betont Festredner Konrad Badenheuer, Chefredakteur der "Preußischen Allgemeinen Zeitung" (Hamburg), und fügt hinzu: „Europa kann nur dauerhaft stabil sein, wenn es auf Wahrheit und Gerechtigkeit aufbaut.“ Brüssel drücke sich allerdings um das Vertreibungsthema herum, kritisiert der Publizist.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 19. Oktober 2009.

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