Waldeck-Frankenberg

Tag der Heimat: Vertriebene feiern 60 Jahre Kreisverband

- Waldeck-Frankenberg (nv). Als Wegbereiter für den Wiederaufbau Deutschlands, für Demokratie, Integration und ein geeintes Europa würdigte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke den „Bund der Vertriebenen“ am Sonntag in Korbach. Dort feierten rund 300 Vertriebene und Gäste das 60-jährige Bestehen des Kreisverbands.

„Ein so volles Haus haben wir schon lange nicht mehr gehabt“, freut sich BdV-Kreisvorsitzender Manfred Kreuzer. Selbst Vertreter der zweiten Generation hätten ihre Angehörigen in diesem besonderen Jahr nicht nur hergebracht, sondern seien geblieben. 2010 gedenken die Vertriebenen in Wal­deck-Frankenberg laut Kreuzer „drei historischer Daten“: Neben dem Verband bestehen auch die Kreisgruppe Waldeck der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) samt Singgruppe sowie die „Charta der deutschen Heimatvertriebenen“ seit 60 Jahren.

Zu Versöhnung, Toleranz und Frieden ruft BdV-Kreiskulturreferentin Dagmar Adomeit (Frankenberg) im Rahmen der Totenehrung auf. „Die Erinnerung soll wach bleiben und der Blick sich zugleich in die Zukunft richten“, schließt sich der Schirmherr, Landrat Dr. Reinhard Kubat, an. Als die Vertriebenen, darunter sein Vater, nach Wal­deck und Frankenberg gekommen seien, hätten beide Seiten lernen müssen, neue Menschen anzunehmen. „Diese Menschen damals haben Integration vorbildlich vorgelebt und einen wichtigen Beitrag zum Wiederaufbau Deutschlands geleistet“, betont er mit Blick auf die derzeitige Integrationsdebatte.

Die aktuelle Diskussion um Integration und Zuwanderung prägt auch die Festrede des Kasseler Regierungspräsidenten Dr. Walter Lübcke (CDU).

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ-Zeitungsausgabe vom 1. November 2010.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare