Waldeck-Frankenberg

Herbst liefert wertvolles Düngemittel

- Waldeck-Frankenberg (resa). Immer mehr bunte Blätter bringt der kalte Herbstwind zu Fall: Das bringt vor allem Arbeit mit sich – aber auch viele Möglichkeiten, um dem heimischen Garten etwas Gutes zu tun.

Ein Spaziergang ist in diesen Tagen ein Erlebnis. Plötzlich haben sich die Wälder bunt gefärbt, der Wind singt in den Zweigen der Bäume und erzählt vom Winter. Doch bevor der den Reiz der sonnigen Herbsttage vertreibt, haben die Bäume viel zu tun, um sich für die kalten Tage zu rüsten. Über 100 Liter Wasser gönnt ein richtig alter Baum seinen Blättern am Tag – von hier aus verdunstet die Flüssigkeit dann. „Im Winter hat der Baum dann aber weniger Wasser zur Verfügung und muss sparsam haushalten“, erklärt Dieter Levin-Schröder vom Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen in Kassel. Mit dem ersten Frost stelle der Baum die Wasserversorgung der Blätter dann völlig ein. „So entledigt sich der Baum seiner durstigen Blätter“, so der Experte. Bereits zuvor hat der Baum den Blättern den Nährstoff-Hahn zugedreht und das Clorophyll in Zweige und Stamm investiert. Clorophyll, auch Blattgrün genannt, sorgt den Rest des Jahres für das Grün der Blätter. Erst im Herbst bekommen dann auch andere Farbstoffe im Blatt eine Chance – das Laub wird bunt. Für viele Hobbygärtner beginnt damit eine arbeitsreiche Zeit – es wird geharkt, gehäckselt und gesammelt. „Das ist häufig lästig“, weiß Dieter Levin-Schröder, „birgt aber auch viele Möglichkeiten“. So kann sich das gefallene Laub in pures Gärtner-Gold verwandeln. „Das Laub kann dem Boden wertvolle Nährstoffe liefern“, so der Gartenexperte. Indem nämlich Tiere die Blätter zersetzen, werden ihre Nährstoffe wieder in die Erde zurückgeführt. „Der Kot der Tiere wird so zum wertvollen Düngemittel“, erklärt Levin-Schröder.

Mehr lesen Sie auf der Gartenseite in der WLZ-FZ-Ausgabe vom Mittwoch, 21. Oktober 2009.

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