Waldeck-Frankenberg

Hessentag weiter ein „Erfolgsmodell“

- Wiesbaden/Waldeck-Frankenberg (jk/lhe). Die Landesregierung hält am jährlichen Hessentag fest. Ein Landesfest 2013 in Waldeck-Frankenberg bleibt derweil Spekulation.

Die Zukunft des Hessentags war am Donnerstag Thema im Landtag. Denn das Landesfest ist nach angekündigtem Ausstieg Vellmars (2013) ins politische Blickfeld gerückt. Zu teuer fürs Land, Millionendefizite für die gastgebenden Kommunen – das führen Kritiker derzeit ins Feld. So forderten die Grünen eine Neuausrichtung des Hessentags als „Megasause“. „Entweder wir belassen den Umfang wie bisher, aber nur noch alle zwei Jahre. Oder wir bleiben beim jährlichen Rhythmus, aber verkürzen das Fest auf eine Woche oder ein verlängertes Wochenende“, skizzierte Landtagsabgeordneter Daniel May (Korbach) gegenüber WLZ-FZ die Position der Grünen.

Aber die Landesregierung hält am jährlichen Rhythmus fest. „Dies ist eine Abstimmung mit den Füßen“, sagte der Chef der Staatskanzlei, Axel Wintermeyer (CDU), im Plenum des Landtags. Er verwies auf Hunderttausende Besucher jährlich bei den populären Landesfesten. Der Hessentag sei zudem wirtschaftlich wichtig für die jeweilige Region.

Netto hatte etwa Stadtallendorf 2010 weit über drei Millionen Euro Defizit beim Hessentag verbucht. Die CDU/FDP-Landesregierung bezifferte das Minus für die Hessentags-Kommunen gestern auf 3,14 bis 4,30 Euro pro Besucher. Neben den Defiziten müssten jedoch auch die Investitionen berücksichtigt werden, die den jeweiligen Gemeinden zugute kämen, sagte Wintermeyer. Der Chef der Staatskanzlei zeigte sich für „behutsame“ Veränderungen beim Landesfest derweil offen.In Waldeck-Frankenberg waren zuletzt Spekulationen um Korbach und Bad Wildungen als Gastgeber für 2013 aufgekommen. Nach WLZ-FZ-Informationen gab es am Donnerstag auch Telefongespräche der heimischen Bürgermeister mit dem Hessentagsbeauftragten Heinrich Kaletsch in Wiesbaden. Der Organisator in der Staatskanzlei hielt sich aber bedeckt: „Jetzt warten wir erst einmal ab, was am Montag in Vellmar beschlossen wird.“

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Freitag, 26. August

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