Waldeck-Frankenberg

Hilfe für Familien und Alleinerziehende

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- Waldeck-Frankenberg (md). Wenn Mütter oder Väter kleiner Kinder zu Hause länger ausfallen, weil sie krank sind, wird es schwierig, die Kleinen gut zu versorgen. Dann springen „Notmütter“ ein.

Die Notmütter, die in die Familien vermittelt werden, stellen dann den gewohnten Tagesablauf für die Kinder sicher – sorgen dafür, dass sie gut betreut und umsorgt sind, in Kindergarten oder Schule gelangen, regelmäßig ihre Mahlzeiten bekommen und ihren gewohnten Freizeitangeboten nachgehen können. Außerdem stellen die Notmütter sicher, dass der Haushalt läuft, und sie erledigen Einkäufe. Auch in Waldeck-Frankenberg gibt es das flächendeckende Hilfsangebot, das Familien sowie alleinerziehende Frauen und Männer entlasten soll. Geboten wird es vom „Mütternotdienst Schwalm-Eder und Wal-deck-Frankenberg“, für den 39 Frauen allein im Jahr 2010 insgesamt 24 000 Einsatzstunden in vielen Familien leisteten.

„Die 39 Mitarbeiterinnen sind alle freiberuflich tätig“, erklärt die Sozialpädagogin Andrea Dietzel, die den Mütternotdienst Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg leitet. „Die Notmütter springen ein, wenn ein Elternteil krankheitsbedingt abwesend sein muss, zum Beispiel im Krankenhaus liegt, einer Reha oder Kur nachkommt. Ein längerer Einsatz einer Notmutter wird häufig auch dann nötig, wenn eine Schwangerschaft schwer verläuft und die Mutter sich deshalb nicht um die anderen Kinder kümmern kann.“

Weil es nicht einfach ist, wenn auf einmal eine fremde Frau für eine Zeitlang im Haushalt hilft, gibt es klare Regeln. „Die Eltern setzen die Schwerpunkte“, erklärt Siegrid Schneider aus Dodenau, die dem Beruf der Notmutter bereits seit zwölf Jahren mit viel Liebe und Engagement nachkommt. In all den Jahren hat sie manche Familie kompetent durch schwierige Zeiten gebracht – und zu vielen von ihnen immer noch guten Kontakt.

Es werden noch Frauen gesucht, die als Notmütter einspringen wollen. Andrea Dietzel gibt unter Telefon 05661-925171 gern Auskunft. Bei ihr können sich auch Familien melden, die den Notmütterdienst in Anspruch nehmen möchten.

Mehr lesen Sie in der WLZ-FZ vom Dienstag, 4. Januar

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