Redewendung vom 12. September 2015

Hinz und Kunz

- Hinz und Kunz gehören wahrlich nicht zu den beliebtesten Gästen.

Wo Hinz und Kunz geladen sind, da feiert so gut wie jeder mit. Beliebig. Von niederem Stand. Im Mittelalter allerdings waren Hinz und Kunz gefragte Namen. Schließlich galten sie als Kurzformen der fürstlichen Vornamen Heinrich und Konrad. Nennen Eltern ihre Kinder heute gerne Britney oder Kevin, Christiano oder Kate, waren es damals eben Könige und Fürsten, deren Namen Trends schufen. Die bäuerliche Verkürzung zu Hinz und Kunz allerdings war später nicht mehr unbedingt dem Image zuträglich. Immer öfter kam es zu Verwechslungen, weil so viele Männer die Namen Hinz und Kunz trugen. Und so entwickelten sich die Namen ab dem 15. Jahrhundert schließlich zu Spottbezeichnungen. (resa)

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