Waldeck-Frankenberg

Immer die gleiche Nummer

- Waldeck-Frankenberg (lb). Auch wer aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg nach Frankfurt zieht, darf fortan mit „KB“ fahren: Autofahrer können ihr Nummernschild bei einem Umzug innerhalb Hessens künftig behalten.

Die Neuregelung gilt ab 1. November. Damit nutzt Hessen als erstes Bundesland eine Ausnahmemöglichkeit der bundesweit geltenden Zulassungsverordnung. „Hessen ist Vorreiter“, sagt Hartwig Merg von der Zulassungsstelle in Frankenberg. Waldeck-Frankenberger können so nicht nur in der Fremde per Kennzeichen die Verbundenheit mit ihrer Heimatregion ausdrücken, sondern auch Zeit und Kosten für neue Schilder sparen – immerhin 30 bis 35 Euro pro Blech. Künftig muss nur noch die neue Adresse in die Papiere eingetragen werden. Das Umschreiben kostet 26,30 Euro. Die Entscheidung, ob man das alte Schild behalten oder das des neuen Landkreises an sein Auto schrauben möchte, obliegt dem Autobesitzer. Ausnahmen bestätigen die Regel: Wer wiederholt umzieht, muss mit dem Kennzeichen des neuen Wohnortes oder Betriebssitzes vorliebnehmen. Und ist das Auto erst einmal außer Betrieb gesetzt, ist eine erneute Zulassung auf das mitgebrachte Kennzeichen ebenfalls nicht möglich – vorerst jedenfalls. Denn das hessische Pilotprojekt soll nach einer Probephase weiterentwickelt werden. „Die Zulassungsstellen müssen dem Ministerium in Wiesbaden im Januar ihre Erfahrungen berichten“, erklärt Andreas Kwoll, Leiter des zuständigen Fachdienstes im Korbacher Kreishaus. Minister Dieter Posch (FDP) jedenfalls hat sich bereits für weitere Vereinfachungen ausgesprochen und die Hoffnung geäußert, dass es mittelfristig möglich wird, das Kennzeichen auch bei einem Umzug in ein anderes Bundesland beizubehalten. Das bundesweit gültige, sogenannte „lebenslange Kennzeichen“ ist aber noch Zukunftsmusik und wird heftig diskutiert.

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