Quote der Polizei Waldeck-Frankenberg liegt bei 42,3 Prozent

In Waldeck-Frankenberg werden immer mehr Einbrüche aufgeklärt

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Immer mehr Einbrüche in Waldeck-Frankenberg werden aufgeklärt.

Waldeck-Frankenberg. In der dunklen Jahreszeit steigt auch die Zahl der Einbrüche wieder an. In Waldeck-Frankenberg registrierte die Polizei im vergangenen Jahr 182 Wohnungseinbruchdiebstähle, im Jahr zuvor waren es noch 135. Allerdings: Deutlich gestiegen ist die Aufklärungsquote – von 11,1 auf 42,3 Prozent. Zahlen aus dem Jahr 2017 liegen bisher noch nicht vor.

Insgesamt ist die Zahl der Diebstähle in Waldeck-Frankenberg seit Jahren rückläufig, während die Aufklärungsquote weiter steigt. Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei im Landkreis insgesamt 2045 Diebstähle – darunter leichte Diebstähle, aber auch erschwerte. 2015 waren es 2176 Fälle von Diebstahl und im Jahr davor insgesamt 2489. Die Aufklärungsquote bei den einfachen Diebstählen ist in dieser Zeit von 33,4 auf 41,2 Prozent gestiegen, bei den erschwerten Fällen von 17,3 auf 24,2. Die hohe Aufklärungsquote bei Wohnungseinbrüchen 2016 hing auch mit der Festnahme eines Serieneinbrechers in Bad Wildungen zusammen. 

Gut die Hälfte aller Einbruchsdelikte sind Versuche. Entweder, weil die Täter gestört wurden oder weil sie an den Sicherungseinrichtungen scheiterten. Brennpunkte sind die Mittelzentren im Kreis. In Bad Wildungen gab es mit 60 Taten im vergangenen Jahr die meisten Wohnungseinbruchdiebstähle und den größten Anstieg. 2015 waren es in der Kurstadt 25 Taten. In Bad Arolsen und Korbach waren es im vergangenen Jahr jeweils 21 Fälle und in Frankenberg wurden 19 Fälle registriert. 

Weil es aktuell zu mehreren Einbrüchen in Wohnhäuser kam, beispielsweise in Korbach, ruft Polizeisprecher Dirk Richter dazu auf, besonders wachsam zu sein und Auffälligkeiten zu notieren und der Polizei zu melden. „Die Polizei ist auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen“, so Richter.

Bis zu zehn Jahre Haft für Diebstahl

Im Strafgesetzbuch – und damit auch in den Statistiken der Polizei – wird unterschieden nach Diebstählen ohne erschwerende Umstände und unter erschwerenden Umständen. Wird etwas gestohlen, das gegen eine Wegnahme besonders gesichert ist, gilt es als erschwerter Diebstahl, sagt Matthias Mänz, Sprecher des Polizeipräsidiums in Kassel. Wird ein Fahrrad gestohlen, das mit einem Schloss gesichert ist, gilt es als Diebstahl unter erschwerenden Umständen. Ist das Fahrrad nicht gesichert, ist es dagegen ein einfacher Diebstahl. Wohnungseinbruchdiebstähle werden mit einer Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren bestraft.

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