Landesverband Hessen-Thüringen tagte in Frankenberg

Immer mehr Zulauf: VdK hat im Landkreis fast 9000 Mitglieder

Landestagung des VdK Hessen-Thüringen gestern in Frankenberg: (von links) Kreisbeigeordeter Erhard Wagner, Marco Gerlach (LWV-Integrationsamt), VdK-Landesvorsitzender Paul Weimann, Marlit Reis (LWV-Integrationsamt), Claudia Koeppen-Rokstein (VdK), VdK-Landesschatzmeister Horst Gunnesch, Anja Krug (Deutsche Rentenversicherung) und Erster Stadtrat Thomas Rampe.

Waldeck-Frankenberg. Während viele Vereine Mitgliederschwund beklagen, erfreut sich der Sozialverband VdK wachsender Beliebtheit. Auch in Waldeck-Frankenberg ist die Mitgliederzahl deutlich gestiegen. 

Ende des Jahres 2017 zählte der VdK-Landesverband Hessen-Thüringen, der am Donnerstag in Frankenberg getagt hat, mehr als 270.000 Mitglieder. Das war ein Anstieg von rund 5000 im Vergleich zum Vorjahr und ein Plus von über 65.000 in den vergangenen zehn Jahren.

Im Altkreis Waldeck zählte der VdK-Kreisverband Ende 2017 genau 4544 Mitglieder (plus 126), der VdK-Kreisverband Frankenberg verbuchte 50 Mitglieder mehr als im Vorjahr, nun 4400. Der Kreisverband Waldeck, geführt von Hans-Jürgen Firch (Usseln), hat 19 Ortsvereine. Der Kreisverband Frankenberg, der von Marita Göbel (Basdorf) geleitet wird, hat 27 Ortsvereine. Das Durchschnittsalter der VdK-Mitglieder liegt landesweit bei 62 Jahren.

Einen Grund für die stetig wachsenden Mitgliederzahlen sieht Philipp Stielow, Pressesprecher des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen, darin, dass viele Menschen die Auskünfte von Ämtern und Behörden im Sozialbereich „nicht mehr verstehen“. Stielow verweist auf die hauptamtlichen Sozialjuristen des VdK, die für die Interessen der VdK-Mitglieder kämpfen – „wenn es sein muss, durch alle Instanzen“. Auch Einschnitte ins soziale Netz hätten viele Menschen bewogen, dem VdK beizutreten. Der Sozialverband VdK berät seine Mitglieder zum Beispiel in Fragen der Rentenversicherung, bei Pflegefällen oder Anträgen auf Anerkennung einer Schwerbehinderung.

Doch auch beim VdK fehlen Menschen, die bereit sind, sich ehrenamtlich zu engagieren. Weil es derzeit keinen Vorstand gibt, werden die Ortsverbände Sachsenhausen und Frohnhausen aktuell von den jeweils zuständigen Kreisverbänden mitbetreut.

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