Preise nicht gesunken

Immobilien: Kein Corona-Knick in Waldeck-Frankenberg

Erschließung Neubaugebiet Holunderflosse in Korbach.
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Der mittlere Bodenpreis für unbebaute Grundstücke ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg sogar um 16 Prozent von 50 Euro pro Quadratmeter auf 58 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Bisher zeigen sich keine Auswirkungen der Corona-Pandemie auf dem hessischen Immobilienmarkt – das geht aus der von der Zentralen Geschäftsstelle der Gutachterausschüsse für Immobilienwerte in Hessen (ZGGH) veröffentlichten Trendmeldung für das abgelaufene Jahr 2020 hervor. Gleiches gilt für den Landkreis Waldeck-Frankenberg.

Waldeck-Frankenberg – Dies bestätigt auch Frank Mause, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Immobilienwerte in den Landkreisen Kassel und Waldeck-Frankenberg, nach Auswertung von rund 85 Prozent der im Jahr 2020 eingegangenen Kaufverträge. „Die Corona-Pandemie hat keine sichtbaren Auswirkungen auf den Immobilienmarkt in der Region. Es ist aufgrund der bisher vorliegenden Zahlen nahezu auszuschließen, dass die Preise bisher gesunken sind.“

Der mittlere Bodenpreis für unbebaute Grundstücke ist im Landkreis Waldeck-Frankenberg sogar um 16 Prozent von 50 Euro pro Quadratmeter auf 58 Euro pro Quadratmeter gestiegen.

Ein freistehendes Ein- bis Zweifamilienhaus wurde im Landkreis Waldeck-Frankenberg im letzten Jahr für durchschnittlich 176 000 Euro verkauft. Gegenüber dem Vorjahr ergibt sich eine Preissteigerung von zehn Prozent. Über ganz Nordhessen betrachtet, war ein freistehendes Ein- bis Zweifamilienhaus im Mittel für 224 000 Euro zu haben, der Preis stieg hier um 7,7 Prozent gegenüber 2019.

Eine wiederverkaufte Eigentumswohnung kostete im letzten Jahr im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Schnitt 1200 Euro pro Quadratmeter und in Nordhessen 1750 Euro pro Quadratmeter, was für Waldeck-Frankenberg gegenüber 2019 ein konstantes Preisniveau und in Nordhessen eine Steigerung um sechs Prozent bedeutet. Dabei ist zu beachten, dass in Waldeck-Frankenberg der Eigentumswohnungsmarkt nicht sehr ausgeprägt ist.

Insgesamt erwartet die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für das abgelaufene Jahr in Waldeck-Frankenberg ein etwas geringeres Transaktionsvolumen (2019: 181,5 Millionen Euro bei bebauten Grundstücken) und eine leicht rückläufige Anzahl von Immobilienverkäufen (2019: 893 Kaufverträge über bebaute Grundstücke). „Das entspricht dem landesweit zu beobachtendem Trend“, so Geschäftsstellenleiter Andreas Willig. (red)

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