Platz 1 bei E-Government-Wettbewerb

Impfnachrücker-Plattform für Waldeck-Frankenberg in Berlin ausgezeichnet

Freuen sich über den Erfolg: Tanja Reitmaier, Oliver Merhof, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Nastasia Sluzalek und Ann-Katrin Heimbuchner.
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Freuen sich über den Erfolg: Tanja Reitmaier, Oliver Merhof, Landrat Dr. Reinhard Kubat, Nastasia Sluzalek und Ann-Katrin Heimbuchner.

Mit seiner Impfnachrücker-Plattform hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg den ersten Platz beim internationalen E-Government-Wettbewerb belegt. Über die Plattform wurden übrig gebliebene Corona-Impfdosen kurzfristig vergeben.

Korbach/Berlin - Die Auszeichnung in der Kategorie „Bester Beitrag zur kurzfristigen Krisenbewältigung“ wurde in Berlin verliehen. Zusätzlich dazu schaffte es der Landkreis auf den vierten Platz der Publikumswertung des Wettbewerbs, der digitale Innovationen in öffentlichen Verwaltungen auszeichnet.

Bereits mit seiner Nominierung für das Finale des Wettbewerbs, der unter Schirmherrschaft des Bundeskanzleramtes steht, hatte sich der Landkreis gegen rund 80 andere Bewerbungen durchgesetzt. Im Finale erreichte er in seiner Kategorie einen von zwei ersten Plätzen.

„Der Kreis Waldeck-Frankenberg hat in einer irren schnellen Zeit eine Lösung gefunden, um keine Impfdosen verfallen zu lassen“, sagte Jurymitglied Prof. Dr. Dagmar Lück-Schneider von der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht in ihrer Laudatio. Diese Lösung sei dazu technologisch so geschickt gewesen, dass sie auch in anderen Feldern Nachahmungseffekte haben könne. Der E-Government-Wettbewerb wurde vom IT-Unternehmen Cisco gemeinsam mit dem Beratungsdienstleister Bearing-Point veranstaltet.

Übrige Impfdosen kurzfristig vergeben

Die digitale Impfnachrücker-Plattform war im April ins Leben gerufen worden, weil abgesagte oder nicht wahrgenommene Termine im mittlerweile geschlossenen Impfzentrum in Korbach sehr kurzfristig neu vergeben werden mussten. Das Ziel dabei: Keine Impfdosis sollte verfallen. Mit der neuen Plattform konnte der Landkreis täglich innerhalb weniger Stunden übrige Impfdosen spontan neu vergeben.

Dafür wurde von dem kurzfristig einberufenen fachdienstübergreifenden Projektteam um Digitalisierungs-Projektmanagerin Nastasia Sluzalek, Prozessmanager Oliver Merhof, Pressestellen-Mitarbeiterin Tanja Reitmaier, Pressereferentin Ann-Katrin Heimbuchner sowie vom Impfzentrums-Leiter Gerhard Biederbick und seinem Stellvertreter Bernd Berghöfer ein Online-Prozess mit Hilfe der hessischen Digitalisierungsplattform kreiert. Dieser machte es möglich, schnell, innovativ und flexibel zu reagieren.

„Ich bin stolz darauf, dass mein Team aus innovativen und extrem engagierten jungen Mitarbeitenden es geschafft hat, so eine geniale Platzierung in dem internationalen Digitalisierungs- Wettbewerb zu belegen“, freute sich Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Für einen noch besseren Bürgerservice und auch um bis Ende 2022 das Online-Zugangsgesetz zu erfüllen, haben wir uns bereits vor einigen Jahren auf den Weg gemacht und eine nachhaltige Strategie aufgesetzt. Diese setzen wir derzeit nach für nach um.“ Ein großer Dank gehe auch an die Menschen in Waldeck-Frankenberg, die zahlreich für den Landkreis als Träger des vierten Publikumspreises online abgestimmt haben.

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