Marienhagenerin überzeugt mit ihrer Bewerbung:

Ines Kubat wird Stadtschreiberin in Aachen

Waldeck-Frankenberg - Sie will Verborgenes entdecken und die Geschichten der Menschen erzählen: Ab sofort ist Ines Kubat aus Marienhagen Stadtschreiberin in Aachen. Ihre ersten journalistischen Schritte ging sie bei der WLZ - bevor sie zum Studium nach Aachen zog.

Auf dem Beifahrersitz im Taxi, in einer Kammer im Kloster oder in einem kleinen Restaurant jenseits der deutschen Grenze: Die Einsatzgebiete für Ines Kubat sind in den nächsten vier Monaten vielfältig. Unter 20 Bewerbern überzeugte die 24-Jährige die Jury des Zweckverbands Region Aachen und ist ab sofort als Stadtschreiberin im Einsatz.

Kultur erlebbarer machen

Mit besonderem Schwerpunkt auf kulturellen Themen berichtet Ines Kubat in ihrem Blog über die Region, in der sie seit vier Jahren lebt. Die Stelle hatte der Zweckverband ausgeschrieben, die Marienhagenerin hatte ihre Bewerbung samt Konzept eingereicht. „Die Aufgabe reizt mich, weil ich in großer Freiheit Themen aussuchen kann“, erklärt Ines Kubat auf WLZ-FZ-Nachfrage , „und weil ich beim Schreiben Erlebtes kreativ umsetzen kann“. Anfängerin ist die 24-Jährige nicht. Schon während ihrer Zeit auf der Alten Landesschule in Korbach engagierte sie sich bei der Waldeckischen Landeszeitung und der Frankenberger Zeitung als freie Mitarbeiterin. Als sie vor vier Jahren zum Studium nach Aachen ging, suchte sie auch dort nach Möglichkeiten der freien Mitarbeit und wurde beim Zeitungsverlag Aachen fündig. Nach Abschluss ihres Bachelorstudiums in Englisch und Politik war sie nun auf der Suche nach neuen Wegen - mit Erfolg.

1000 Euro gibt es jeden Monat, so dass sie sich dem Projekt „vollzeit“ widmen könne, erklärt sie. Ihr Konzept sieht mehrere Kategorien vor. Eine von ihnen lautet „Menschen, Orte und Ideen“. „Ich möchte die kulturelle Vielfalt der Region aufzeigen“, sagt Ines Kubat. Häufig würde die Region, zu der neben Aachen auch Düren, Heinsberg und Euskirchen gehört, schlecht geredet. „Dabei steckt hier so viel Potential“, ist sich die Marienhagenerin sicher. Reizvoll sei auch die Nähe zu den Niederlanden und Belgien - auch dort möchte Ines Kubat Eindrücke sammeln.

Lesungen und Buch geplant

„Außerdem will ich in einer weiteren Kategorie Taxifahrer auf ihren Touren interviewen“, sagt die neue Stadtschreiberin, „mit ihnen kann man sich das wahre Bild einer Stadt machen“. Einen neuen Blickwinkel wünscht sich Ines Kubat auch durch den Besuch an besonderen Ort: Für die Kategorie „Zu Gast bei...“ will sie sich Zeit nehmen. „Mal zwei Tage im Kloster verbringen oder an Orten der Begegnung“, erklärt sie. Ein Eventkalender soll den Blog abrunden.

Der Startschuss fiel bereits in der vergangenen Woche, ab Montag könnte dann der Blog online gehen. „Nach dem Projekt könnte es ein Buch geben“, erklärt Ines Kubat, „und in den nächsten vier Monaten werden Lesungen veranstaltete, bei denen ich aus meinem Blog vorlese.“ Und danach? „Dann möchte ich mein Volontariat machen und Journalistin sein“.

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